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News

Es ist vollbracht: Die CCPL 4.0 in offizieller deutscher Übersetzung ist da!

john, 23. Januar 2017

Nach über zwei Jahren voller Abstimmungs-, Übersestzungs-, Prüfungs-, Einigungs-, Prüfungs-, Bearbeitungs- und nochmaliger Prüfungsarbeit sind sie nun endlich da …

Die 6 CC-Lizenzen der Version 4.0 in offizieller deutscher Übersetzung:

BY
BY-SA
BY-NC
BY-NC-SA
BY-ND
BY-NC-ND

Mit die größte Neuerung im Vergleich zu den früher praktizierten Lizenzportierungen ist bei diesen neuen Lizenzübersetzungen, dass es nun einheitliche deutschsprachige Texte sind statt der früheren für die Rechtsordnungen Deutschland, Österreich und Schweiz jeweils angepassten Fassungen. Diese drei portierten Lizenzsets allein für den deutschsprachigen Raum waren rechtstechnisch gesehen unterschiedliche Lizenzen mit – wenn auch oft eher theoretischen – kleinen Inkompatibilitäten und Widersprüchen zwischen ihnen. Auf die vielen weltweiten Portierungen gesehen ergab sich dadurch nicht nur ein in sich leicht inkonsistentes CC-Lizenzgeflecht, sondern auch ein immenser Prüfungsaufwand für den CC Legal Staff als verantwortliche Stelle für die Koordination all dieser vielen Portierungen.

Seit Lizenzversion 4.0 gibt es daher standardmäßig nur noch offizielle Übersetzungen der ansonsten weltweit einheitlichen 6 CC-Lizenztexte. Das macht es zugleich sinnvoll, die Texte auch pro Sprache zu vereinheitlichen, anstatt offizielle Übersetzungen für die verschiedenen deutschen Idiome der Schweiz, Österreichs und Deutschlands (und Luxemburgs, Belgiens usw) zu machen. Im Vorfeld gingen wir in den CC Teams von DE, AT und CH davon aus, dass das relativ einfach möglich sein sollte. Die Abstimmung gestaltete sich dann aber deutlich komplexer als erwartet. Nun ist es aber geschafft und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. An dieser Stelle noch einmal einen großen Dank an alle intensiv Mitwirkenden und auch diejenigen, die zwischendurch immer wieder Hinweise und Anregungen beigesteuert haben.

Hier die Credits, alphabetisch nach Vornamen:

Annette Kaufmann
Alexander Baratsits
Armin Talke
Christoph Endell
Heinz Pampel
Joachim Losehand
John Weitzmann
Klaus Graf
Leonhard Dobusch
Lukas Mezger
Magdalena Reiter
Matthias Schmid
Max von Grafenstein
Michela Vignoli
Nicole Lieger
Paul Klimpel
Roland Alton-Scheidl
Simon Schlauri
Till Jaeger
Till Kreutzer

sowie die Mitmachenden der öffentlichen Kommentierungsphase auf co-ment.com

und natürlich das CC Legal Team bestehend aus Diane Peters, Sarah Pearson und George Popescu.

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Heute Abend: Vorstellung des „Lizenzhinweisgenerators“

john, 19. Mai 2016

Ja, der Name des Werkzeugs ist lang und sperrig, aber er beschreibt immerhin sehr direkt die Funktion: Es generiert Lizenzhinweise, und zwar insbesondere im Zusammenhang mit CC-Lizenzen. Wikimedia Deutschland (WMDE) hat den Lizenzhinweisgenerator (LHG) entwickelt, um den lizenzkonformen Umgang mit freigegebenen Inhalten einfacher zu machen. Oberflächlich betrachtet sind CC-Lizenzen bereits ein Schritt in Richtung besserer Handhabbarkeit des Urheberrecht, aber im Detail wird es oft hakelig. Wenn man das unter CC-Lizenz freigegebene Bild von jemand anderem nutzt, ist der Lizenzhinweis Dreh- und Angelpunkt, denn über ihn wird die Namensnennung als wichtigste „Währung“ des CC-Ansatzes vorgenommen und deutlich gemacht, wo das genutzte Bild zu finden ist, welche rechtlichen Bedingungen gelten und wo sie nachzulesen sind – wenn der Lizenzhinweis denn vollständig und korrekt abgefasst ist.

Das ist leider sehr oft nicht der Fall, und zwar nicht absichtlich oder aus Boshaftigkeit der Nachnutzer von CC-Bildern, sondern aus Versehen, Uninformiertheit und manchmal auch einfach aus Zeitdruck. Ein „Quelle: CC“ ist sicherlich das Schlechteste, was noch irgendwie als Lizenzhinweis bezeichnet werden könnte. Meist wird immerhin der Urheber angegeben, aber schon beim genauen Typ und der Version der CC-Lizenz hapert es oft ganz gewaltig. Noch öfter unterbleibt der obligatorische Link auf den Lizenztext und etwa auch zusätzliche Angaben wie die, dass es sich um eine Bearbeitung handelt.

Dieses Problem betrifft die Bilder im Medienarchiv Wikimedia Commons genauso wie diejenigen aus anderen Quellen, aber bei Wikimedia Commons liegen die (lizenz-)rechtlich relevanten Daten zumindest in einigermaßen strukturierter Form im Wiki vor. Da liegt es nahe, an eine Software zu denken, die aus diesen Daten die entscheidenden herausnimmt und automatisch zu einem korrekten Lizenzhinweis zusammenbaut. So ist die Idee eines Lizenzhinweisgenerators denn auch bereits seit einigen Jahren in der Welt, aber erst jetzt wurde er Wirklichkeit. Mitgeholfen hat CC-Freund und Rechtsanwalt Till Jaeger und die Softwareentwicklung übernahmen die hausinternen Programmierer von Wikimedia Deutschland.

Heute Abend wird der LHG im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Monsters of Law“ von Jens Ohlig (WMDE) und Till Jaeger vorgestellt. Ich werde in einer kurzen Einleitung aus der Erfahrung der letzten Jahre berichten, was so typischerweise schief läuft rund um Lizenzhinweise.

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Landtagswahlen: Das Bündnis Freie Bildung macht den Parteien-Check

john, 9. März 2016

Das Bündnis Freie Bildung (BFB), das von CC DE mitgegründet wurde und der Zivilgesellschaft eine Stimme in der politischen Debatte um OER geben will, hat Wahlprüfsteine für die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg aufgestellt. Gefragt wurden die Parteien folgendes:

  • Wie und warum sollen staatlich finanzierte Bildungsmaterialien frei lizenziert werden?
  • Was sind die konkreten Ziele und Maßnahmen für die kommende Legislaturperiode?
  • Welche freie Lizenz wird empfohlen?

Inzwischen sind von den meisten Parteien Antworten da und tabellarisch ausgewertet worden. Eine Wahlempfehlung leitet das BFB daraus nicht ab.

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5 Beispiele, wie rechtliche Regeln die Bildung behindern [Update]

john, 19. Januar 2016

Man hört oft die Beschwerde, das Urheberrecht sei viel zu kompliziert, um es zu verstehen, und in Wirklichkeit laufe es doch eh nochmal ganz anders. Das stimmt zwar zum Teil, aber dennoch wissen die wenigsten, wie es denn nun wirklich läuft mit den Rechten und so. Communia, eine aus dem Communia-Projekt hervorgegangene kleine NGO, die sich vor allem um die Rolle der Gemeinfreiheit in der digitalen Welt kümmert, hat mal wieder einen interessanten Beitrag auf Medium veröffentlicht. Darin wird anhand von fünf Beispielen, die aus ganz Europa zusammen gesammelt wurden, erklärt, inwiefern (schlechte) urheberrechtliche Regeln im Schulalltag teils absurde Verbote erzeugen:

https://medium.com/copyright-untangled

Disclaimer: Creative Commons ist Mitglied bei Communia.

Update 21.01.2016:
Das Ganze gibt es bei irights.info auch als deutsche Übersetzung.

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CC-Freigaben im Netz überspringen die Milliardenmarke

john, 16. Dezember 2015

… schon wenn man die großen Portale zusammenzählt, was aber gar nicht vollständig alles erfassen dürfte. Das und mehr inklusive der jeweiligen Datenquellen stellt der diesjährige „State of the Commons„-Report dar, den Creative Commons letzte Woche vorgestellt hat und der in seiner Kurzversion auch auf Deutsch verfügbar ist. Darin sind auch einige CC-Highlights aus den verschiedenen Regionen der Welt aufgelistet und es wird nochmals die Freilassung von Bassel Khartabil aus der syrischen Haft gefordert.

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