.gif)
Verbotene Filme in Berlin
Coming up via iRights: Stars der internationalen Mashup-Szene treffen auf Filmemacher, deren Filme nicht gezeigt werden dürfen, und auf solche, deren Projekte aus rechtlichen Gründen gar nicht erst verwirklicht werden konnten: eine interessante Mischung, zu erleben beim Symposium „Verbotene Filme“ am 9. und 10. September 2010 in Berlin – veranstaltet von iRights.info und der Deutschen Kinemathek.
News
a2n 2010: CC und die GEMA - oder vielleicht eine CC-GEMA? [Update]
John Weitzmann, 25. August 2010
Bei der zweiten Auflage der all2gethernow in Berlin vom 6. bis 11. September (diesmal als Teil der Berlin Music Week) wird es noch interessanter als letztes Jahr, gerade aus Sicht von Creative Commons und allen, die mit CC-Lizenzen zu tun haben. Gleich vier Slots der a2n beschäftigen sich nämlich mit CC bzw. CC-lizenzierter Musik allgemein und teilweise konkreter damit, ob bzw. wie damit Geld verdient werden kann/darf/soll.
[Update: Eine des Sessions ist auf Dienstag verschoben worden, s. u.]
Es geht am 6.9. um 13:00 in der Kulturbrauerei los mit
“Creative Commons Collecting Society - And It’s No Typo”
Hier wird es weitere Details zu Ansatz und Fortgang der geplanten Gründung einer neuen Verwertungsgesellschaft für CC-NC-Content geben. Dieses Thema birgt ganz klar Zündstoff, sollte also interessant werden.
Gleich im Anschluss um 14:30 folgt dann
“Current Status In Collecting Societies And Licensing Alternatives - What’s The Vision?”
Auch dieses Jahr wird wieder Kilian Steiner, Justiziar der GEMA mit dabei sein und wacker die Position der GEMA erklären und vertreten.
Abends um 19:30 wird es dann nochmal besonders spannend bei
“GEMA oder Creative Commons: Was ist für mich am besten?”
Das wird ein Workshop, wie er bisher ziemlich undenkbar erschien, nämlich gemeinsam ausgerichtet von Meik Michalke, OpenMusicContest und Alexander Wolf, Geschäftsführer der CELAS und ehemals Syndikus bei der GEMA.
Am 7.9. um 10:00 folgt dann
“Getting Paid for Creative Commons Licensed Content - Sounds Weird?”
Wolfgang Senges moderiert und lotet aus, was die Pros und Cons von CC-lizenzierten paid content sind und wie das alles funktioniert bzw. nicht funktioniert. Ehrengast in der Runde wird Zoe Leela sein, die von ihren praktischen Erfahrungen mit freien Lizenzen berichten wird.
Auch sonst wird bei den über 120 (!) Workshops und Sessions der a2n wieder viel geboten, genannt seien nur die internationalen Gäste wie Jill Sobule, Martin Atkins und Mike Masnick und die hochkarätig unterstützte a2n-Werkstatt (inkl. Remix Contest Award am letzten Tag). Es lohnt sich also auch dieses Jahr wieder und die a2n scheint sich als neue Drehscheibe für Innovation rund um Musik zu etablieren. Das Orgateam sucht übrigens noch Berichterstatter für den internen Informationsfluss der a2n, man kann also nicht nur dabei sein, sondern auch mithelfen.
Das Programm der a2n gibt es übersichtlich entweder als Zeitstrahl oder bei sched.org
Freie Lizenzen als Inflationstreiber?
John Weitzmann, 24. August 2010
Meistens wird in Diskussionen um frei verfügbare Inhalte nur die einzelne Beziehung zwischen Urheber und Nutzer behandelt. Dabei fällt allerdings unter den Tisch, dass natürlich auch in größerem Maßstab Entwicklungen stattfinden. Eine der Thesen dazu ist, dass ein starkes Anwachsen freier Inhalte zum einen jedes einzelne dieser Werke relativ entwerte bzw. austauschbarer mache, und dass solche Prozesse (ungewollt) vor allem zulasten derjenigen Künstler gingen, die darauf angewiesen oder einfach daran interessiert seien, mit ihren Werken Geld zu verdienen. Diese eher makroökonomische Betrachtungsweise hat durchaus ihre Berechtigung und Breitband hat dazu in der vorletzten Sendung einen Beitrag gebracht. Er zeigt, dass es durchaus Kreative gibt, die CC als Ansatz ausprobieren, dann aber auch wieder davon abkommen.
Fragt sich also: Sind freie Lizenzen (und damit auch CC) ein Inflationstreiber der Aufmerksamkeitsökonomie und senken letztlich die Wertschätzung für Musik?
No Comments »Unter CCPL: Wikimedia-Wettbewerb zur Zedler-Medaille
John Weitzmann, 17. August 2010
[crosspost von www.antischokke.de]
Neue Autoren für die Freie Enzyklopädie Wikipedia zu gewinnen und hochwertige Artikel und Bilder zu generieren, ist das Ziel des laufenden Wettbewerbes von Wikimedia Deutschland. Bereits zum vierten Mal verleiht der gemeinnützige Verein gemeinsam mit der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur und dem Verlag Spektrum der Wissenschaft die Zedler-Medaille. Gesucht und ausgezeichnet werden neue Lexikonbeiträge und Bilder aus Natur- und Geisteswissenschaften sowie zum Thema „Wissenschaftsjahr 2010 – Die Zukunft der Energie“.
Teilnehmen darf jede und jeder! Dieser Wettbewerb spricht zum einen erfahrene Wikipedianer an, zum anderen sollen gerade Wikipedia-Neulinge motiviert werden, sich mit der Idee der Freien Enzyklopädie, Freien Wissens und Freier Lizenzen auseinander zu setzen und sich mit einen kleinen Teil am großartigen Ganzen zu beteiligen. Zentrale Teilnahmebedingung ist dabei, dass die Einreichungen unter die Creative-Commons-Lizenz CC-BY-SA gestellt werden und somit in der Wikipedia veröffentlicht werden können.
Wikipedia ist noch lange nicht fertig „Die Wikipedia hat aktuell weit über eine Million Artikel und scheint damit für viele Nutzer nahezu fertig. Man findet zwar sehr vieles bei Wikipedia, aber es gibt tatsächlich auch noch viele Lücken im Lexikon, die gefüllt werden können und müssen“, begründet der Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland, Pavel Richter, die Aktion. Bis zum 30. September haben engagierte Autoren, Fotografen und Grafiker Zeit, ihre Beiträge einzureichen. Die jeweils besten Artikel aus den Kategorien erhalten neben der Medaille ein Preisgeld von 2.000 Euro. Auf die Gewinner des Bilderwettbewerbes warten wertvolle Sachpreise wie Kameraobjektive, Videobrillen und Bildbände. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Wikipedia Academy am 19. November in Frankfurt am Main statt.
Alle Informationen zum Wettbewerb, zu den Teilnahmebedingungen und Gewinnen sowie Banner und Aushänge zum Mittrommeln stehen auf http://wikimedia.de/zedler. Viel Erfolg!
No Comments »Mitreden erwünscht: CC überholt und ergänzt seine universellen Tools
John Weitzmann, 9. August 2010
Seit gestern können im Labs-Bereich von CC die Vorentwürfe für die neue “Public Domain Mark” (PDM), für eine verbesserte CC0 Deed und für neue Nutzungsrichtlinien betrachtet und noch bis zum 18. August auch kommentiert werden.
Anschließend wird die PDM als neues Tool offiziell freigegeben werden. Die PDM ergänzt und ersetzt zum Teil die bereits seit längerem nutzbare “Public Domain Certification”. Anders als die 6 CC-Lizenzen und die Aufgabeerklärung CC0 ist die PDM nur ein Kennzeichnungswerkzeug, ändert also an den Nutzungsrechten am betreffenden Werk nichts, sondern kennzeichnet es als gemeinfrei. Wie bei allen Tools von CC übernimmt auch der Markierende bei der PDM keinerlei Haftung dafür, dass das Werk auch tatsächlich den angegeben Status der Gemeinfreiheit hat. Das zeigt, dass die PDM vor allem auf Institutionen zugeschnitten ist, die ohnehin bereits im Netz Angaben zur Gemeinfreiheit machen (wie etwa öffentliche Archive hinsichtlich ihres eigenen Bestandes). Sie soll aber dennoch auch von Einzelnen eingesetzt werden können. Daher sollte die Kommentierungsphase von allen Interessierten genutzt werden, um ggf. noch Anmerkungen einzubringen.
Die Verbesserung der CC0 Deed ist rein optischer Natur und besteht vor allem darin, dass dieses Werkzeug nun leichter von den 6 normalen CC-Lizenzen unterscheidbar wird. Anhand der neuen Optik wird klarer, dass es sich a) um ein universelles, nicht für verschiedene Länder portiertes Tool handelt und es b) zuallererst ein Werkzeug zur Aufgabe von Rechten ist und nur als Fallback eine bedingungslose Lizenz enthält.
In beide Tools spielen die neuen Richtlinien (”Norms”) zum Umgang mit Public-Domain-Werken mit hinein, die derzeit ebenfalls zur Diskussion stehen. Sie sollen - ohne ein verbindlicher Vertrag zu sein - einen rücksichtsvollen Umgang mit diesen Werken anmahnen und als Quasi-Standard etablieren helfen. Für sie ist eigentlich eine längere Diskussionsperiode nötig und auch geplant, daher werden die Norms zwar bereits mit der neuen PDM (s.o.) freigegeben, das aber nur in einer Vorabversion. Auch hier gilt, dass sich alle Interessierten in die Diskussion einbringen sollten.
1 Comment »DRadio Wissen startet Remix-Serie
markus, 21. Juni 2010
[cross post von netzpolitik.org]
Der Sender DRadio Wissen hat jetzt eine eigene Netaudio-Sendung, die letzte Woche zum ersten Mal lief. Neben der Berichterstattung über Künstler, die Creative Commons Lizenzen nutzen, gibt es auch einen Remix-Teil. Musik von vorgestellten Künstler wird in remixfähigem Material online gestellt und die Hörer werden zum Mitmachen eingeladen. In dieser Form ist es das erste Mal, dass eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt alle Materialien zu einer Sendung freigibt und zum Remixen auffordert.
Erster Künstler ist Stateshirt. Hier ist ein 5 MB großes Zip-File dazu. Die Remixe sollen in künftigen Sendungen eingebaut werden.
Aus den Kommentaren:
In dem ZIP-File sind die Produktionsspuren des Beitrags, samt Manuskript, O-Töne, Overvoices, Sprechertext. Die Remix-Tracks von Stateshirt kann man auf seiner Seite finden: http://www.stateshirt.com/music/source/. Wer will, kann also entweder den Beitrag umbauen, weiterstricken, remixen oder sich der Musik annehmen und diese verändern. Oder auch beides.
Hier noch der Link zur ersten Folge der Sendung.
No Comments »Praxisbeispiele
- 9. Juni 2009: geograph - (sich) mal ein Bild von der Landschaft machen
- 24. Mai 2009: Freiheit für User-Ratings
- 29. April 2009: CC-Lizenzen bei “Wir waren so frei” - Ausstellungseröffnung
- 23. März 2009: Commons im Buch: “Wem gehört die Welt?”
- 20. Januar 2009: Valkaama - Open Source in Reinkultur
- 6. Januar 2009: NIN: Meistverkaufte Online-Album 2008
- 4. Dezember 2008: Bundesarchiv veröffentlich 100.000 Bilder unter CC
- 28. November 2008: Der Elektrische Reporter beim ZDF
- 27. November 2008: Team Deutschland: Neue NDR-CCartoonsatire
- 24. November 2008: Buch: “Little Brother” auf Deutsch
- 7. November 2008: Obama: Bilder der Wahlnacht unter CC
- 15. September 2008: Netzwelt.de nutzt jetzt Creative Commons
- 12. August 2008: ARD: Olympia-Comedy unter CC
- 2. August 2008: “Die Befreiung der Information” unter BY-NC-ND
- 22. Juni 2008: pamoyo
- 20. Juni 2008: 1000MIKES
- 1. Juni 2008: Blender-Projekt präsentiert: Big Buck Bunny
- 9. Mai 2008: Trailer von Iron Sky
- 21. März 2008: Das Rezepte-Wiki
- 20. März 2008: gratisvibes.com
- 19. März 2008: web2null.de
- 18. März 2008: ++ audio
- 17. März 2008: OMDB
- 16. März 2008: OpenStreetMap.org
- 15. März 2008: netdialogue
- 14. März 2008: rentner records
- 13. März 2008: open-draw-community
- 12. März 2008: piqs.de
- 10. März 2008: mobilefilmfestival
- 9. März 2008: re:publica
- « Frühere Einträge






