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Freien Bildern eine Herkunft

john, Februar 24th, 2015

Frei lizenzierte Bilder im Netz zu finden, ist ja noch einigermaßen einfach. Man filtert nach CC-Lizenzen über die „erweiterte Suche“ der favorisierten Suchmaschine oder bei flickr oder sucht direkt gezielt in den Wikimedia Commons. Dann aber wird es mitunter schwierig und nur ein einziges kleines Startup nimmt es mit dem Problem auf.

[Crosspost von netzpolitik.org]

Schon diejenigen, die freigegebene Fotos gemacht und unter einer Standardlizenz online gestellt haben, machen nicht immer eindeutige oder alle nötigen Angaben. Besonders oft wird vergessen, einen Link zur Lizenz zu setzen oder wenigstens deren URL ausgeschrieben anzugeben. Die muss ein Nutzer später aber in jedem Fall im Rahmen der CC-Bedingung „Namensnennung“ angeben. Also heißt es: Lizenz-URL nachrecherchieren – was nicht nur nervig, sondern auch fehlerträchtig ist. Derlei praktische Probleme nehmen noch deutlich zu, je öfter das jeweilige Bild von Nutzer zu Nutzer weitergereicht wird. Würden alle Angaben der Namensnennung von allen immer korrekt und vollständig gemacht, könnte man auch den Werdegang eines freigegebenen Bildes besser nachzeichnen, was sich viele wünschen, schließlich sind Nachnutzung und Verbreitung wichtige Motivationen fürs Freigeben. Und nicht zuletzt bergen Fehler bei der Namensnennung auch Abmahnrisiken, aus denen mitunter versucht wird, ein Geschäftsmodell zu machen.

Hier will das zu Beginn von der Shuttleworth Foundation geförderte Startup „Commons Machinery“ helfen, durch technisch assistierte (und dadurch korrektere) Namensnennung. Kernprodukt ist Elog.io, eine als Knotenpunkt fungierende Provenienzdatenbank für digitale Werke jeglicher Art. Es geht also nicht nur um Bilder, aber mit denen wird derzeit der Praxisbetrieb begonnen. Der Aufbau dieser Datenbank bringt einigen Aufwand mit sich. Darum läuft noch bis zum 3.3. bei Indiegogo eine Crowdfunding-Kampagne über 6.000 US$, um bis Juni 2015 weitere 18 Millionnen gemeinfreie und frei lizenzierte Bilder in die Datenbank zu bekommen. Wie bei Open-Source-Projekten wohl leider üblich, läuft das Crowdfunding trotz des geringen Betrages eher schleppend, und das obwohl man schon ab 24 US$ den eigenen Namen im Elog.io-Programmcode verewigt bekommt. Es bleibt zu hoffen, dass die Kampagne dennoch erfolgreich läuft. Es stellt sich mittelfristig auch dann die Frage, wie so eine Infrastrukturleistung nachhaltig getragen werden kann, die vor allem der Allgemeinheit zugute kommt.

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