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News

Schutzfristverlängerung: Geiselnahme mit Ansage

john, 5. September 2011

Die Großen der Musikindustrie geben eine Sondervorstellung in brillantem Lobbyismus, spannen die Studiomusiker vor ihren Karren und lassen die übrige Wirtschaft und die Bürger der EU die Rechnung zahlen. Jahrzehnte länger geschützt bleiben soll ein noch immer lukrativer Bruchteil der Aufnahmen populärer Musik aus den 1960er Jahren. In Kauf nehmen soll die europäische Kulturlandschaft dafür als Kollateralschaden ein noch maßloser werdendes, rückwirkend ausgedehntes Wegsperren des gesamten aufgenommenen Kulturerbes. Für iRights.info und finanziert durch Wikimedia Deutschland e.V. haben wir diese Vorgänge in einem Dossier auf Deutsch und Englisch zusammengefasst (das natürlich unter CC BY 3.0 de steht und voraussichtlich diese Woche auch noch gedruckt vorliegen wird). (weiterlesen …)

Interview zur geplanten CC-VG / C3S

Interview zur geplanten CC-VG / C3S

john, 1. September 2011

The Radio CC hat Meik Michalke und Wolfgang Senges zur geplanten CC-Verwertungsgesellschaft (Arbeitstitel “C3S”) interviewt, Dauer ca. 70 Minuten.

Posterwettbewerb für den CC Global Summit

john, 10. August 2011

Der erste CC Global Summit seit 2008, diesmal in Warschau, wirft seine Schatten voraus: Die Agentur Loftwork aus Japan, die bereits mehrfach für commonsbezogene Publikationen Artworks geliefert hat, hat unter dem Motto “Powering an Open Future” einen Posterwettbewerb zum Summit ausgerufen. Bis 22. August können Beiträge eingereicht werden. Zu gewinnen gibt es für die beiden Gewinner die große Sichtbarkeit beim/rund um den Summit in Warschau (und im Netz natürlich) und einen professionellen Digitaldruck ihres Posters.

Creative Commons Lizenzen in Deutschland gerichtlich durchgesetzt

markusb, 28. Juli 2011

Das Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software berichtet: Creative Commons Lizenzen in Deutschland gerichtlich durchgesetzt.

Das Landgericht Berlin hat in einem Beschluss vom 8. Oktober 2010 (Az. 16 O 458/10) die Nutzung eines CC-lizenzierten Fotos wegen eines Lizenzverstoßes verboten. Dies stellt – soweit bekannt – die erste erfolgreiche Durchsetzung einer Creative Commons Lizenz in Deutschland dar.

Die Urheberin eines Fotos des Politikers Thilo Sarrazin erwirkte den Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen eine rechtsextreme Partei, die das Foto in ihrem Blog ohne entsprechend den Lizenzbedingungen der Creative Commons-Lizenz „Attribution – ShareAlike 3.0 Unported“ den Lizenztext oder eine Internetadresse dafür anzugeben und die Urheberin zu benennen. Die Nutzung des Verletzers stellt nach Auffassung des Gerichts eine „nicht von einer Genehmigung der Antragstellerin gedeckte und damit im Sinne des § 97 Abs. 1 UrhG widerrechtliche Verwendung“ dar.

Das ist sehr erfreulich, weil es zeigt, dass die Creative Commons LIzenzen in Deutschland gerichtsfest sind. Davon gingen wir bisher immer aus, es fehlte aber der Realitätstest vor Gericht.

Creative Commons – Motivationsfilm

markusb, 27. Juli 2011

Wikimedia Deutschland hat im vergangenen Jahr erstmalig den Ideen-Wettbewerb “WissensWert” 2010 zur Förderung Freien Wissens durchgeführt. Aus den 93 Einreichungen hat eine Jury sieben Projekte ausgewählt und gefördert. Darunter war ein Motivationsfilm für Creative Commons. Dieser ist nun online und steht unter der CC-BY-Lizenz.

Zu den Mitwirkenden gehören:

Projektleitung Amadeus Wittwer www.2hofnarr.ch
Regie&Cut&Animation Adrian Scherzinger www.edprojects.ch
Illustration Regina Wittwer www.regains.ch
Ton&Sounds Alain Stoll www.jectified.com
Sprecherin Sarah Judith Bürge
Sprecher Philipp Bürkler
Textkorrekturen Claude Fankhauser, Dirk Dienel
Übersetzung Barbara Müller www.fepafrika.ch
Finanzierung Verein Wikimedia Deutschland www.wikimedia.de

morgen: a2n Salon – Zukunft des Urheberrechts

john, 20. Juli 2011

Morgen findet im Münzsalon in Berlin-Mitte der nächste a2n-Salon statt. Thema ist diesmal die “Zukunft des Urheberrechts”. Aus der Ankündigung:

Wie soll die Zukunft des Urheberrechts aussehen? Aus verschiedenen Perspektiven funktioniert das derzeit gültige Urheberrecht nicht wirklich, zumal im digitalen Raum, sei es für Remix Künstler oder für Musiklabels. Ein neu verhandelter Interessensausgleich, der die aktuellen digitalen Möglichkeiten und Gegebenheiten für Produzenten, Konsumenten, Verwerter und Prosumer mitdenkt und mit einbezieht, ist überfällig. (weiterlesen …)

Buch über Creative Commons: “The power of open”

markusb, 28. Juni 2011

The Power of open ist ein Buch über Erfolgsgeschichten mit Creative-Commons-Lizenzen.

The Power of Open collects the stories of those creators. Some are like ProPublica, a Pulitzer Prize-winning investigative news organization that uses CC while partnering with the world’s largest media companies. Others like nomadic filmmaker Vincent Moon use CC licensing as an essential element of a lifestyle of openness in pursuit of creativity. The breadth of uses is as great as the creativity of the individuals and organizations choosing to open their content, art and ideas to the rest of the world.

Es steht selbstverständlich unter der CC-BY-Lizenz und ist als Download erhältlich – sogar in mehreren Sprachen, Deutsch kommt aber erst noch.

Auch die gedruckte Version ist mit etwas über 10€ bei Lulu nicht besonders teuer.

Trackback über CC-Probleme (und mehr)

john, 26. Juni 2011

Auf Radio Fritz vom RBB gibt es die empfehlenswerte Sendung Trackback, moderiert von Marcus Richter, in der ausschließlich das Netz und alles drumherum Thema ist. In der Ausgabe gestern gab’s dort ein kleines Interview-Duell zwischen Christian Grasse (metawelle, Breitband) und mir zu zwei Fragen:

  • Was ist Sache, wenn der Vergeber einer CC-Lizenz gar nicht die Rechte hat, um das zu tun?
  • Fällt meine CC-Lizenz nachträglich weg, wenn ein CC-Lizenzgeber sich später umentscheidet und wieder “alle Rechte vorbehalten” fährt?

Beides kommt zwar vor, hat aber meines Wissens hierzulande noch nie zu handfesten juristischen Auseinandersetzungen geführt. Trotzdem sollte man sich als CC-Enthusiast/in mit diesen Basics mal beschäftigt haben. Hier ist die MP3, ansonsten ist der Trackback-Podcast auch allgemein interessant und lizenziert unter CC BY-NC-ND 2.0 de.

Einführungsvortrag: Lizenzen für das Internet-Zeitalter

markusb, 31. Mai 2011

Die Journalistin Meike Richter, die sich seit langem mit Creative Commons beschäftigt, hat vor kurzem an der Universität Hamburg einen Einführungsvortrag über “Creative Commons – Lizenzen für das Internet-Zeitalter” gehalten. Davon gibt es ein Video:

Meike Richter: Creative Commons – Lizenzen für das Internet-Zeitalter from netzpolitik on Vimeo.

(Auf der Seite kann man sich das auch herunterladen)

“Creative Commons” sind Lizenzen, die speziell für die Veröffentlichung von Informationen im Internet entwickelt wurden. Urheber von Medien, wie Videos, Musik oder Texten können damit leicht bestimmen, was bei der Weitergabe bzw. Wiederveröffentlichung ihrer Werke beachtet werden muss, zum Beispiel die Namensnennung oder der Ausschluss einer kommerziellen Nutzung. Für Publizierende wird damit mehr Klarheit geschaffen. Die Frage ob und wie ich beispielsweise ein Bild eines anderen Urhebers auf einer beliebigen Webseite veröffentlichen darf, wird mit “Creative Commons” beantwortet.

Meike Richter ist freie Journalistin und Dozentin und berät unter anderem den NDR bei der Lizensierung verschiedener Inhalte mit “Creative Commons”.

Deutsche UNESCO-Kommission spricht sich für CC-Lizenzen aus

john, 2. Mai 2011

Die Deutsche UNESCO-Kommission plädiert in ihrer jüngsten Resolution von April 2011 für eine Bewahrung der Gemeingüter in den Bereichen Kommunikation und Information. Dabei erklärt sie unter III. …

Anknüpfend an das Mandat der UNESCO für Kommunikation und Information und unter Anerkennung der geltenden Gesetze setzt sich die Deutsche UNESCO-Kommission unter anderem ein für

- den freien, für die Nutzer im Regelfall kostenlosen Zugang zu mit öffentlichen Mitteln produziertem Wissen;
- die Digitalisierung unseres gemeinsamen kulturellen Erbes und den freien Zugriff auf dieses;
- die Förderung freier Lizenzierungsformen, etwa die “Creative Commons” Lizenzen. Die öffentliche Hand, einschließlich der öffentlich-rechtlichen Medien und der UNESCO, sollte diesbezüglich vorbildlich handeln.

Eine wirkliche Vorreiterrolle nimmt die öffentliche Hand zumindest in Deutschland noch nicht ein, wenn es um Freigaben unter Standardlizenzen geht. Insofern bleibt zu hoffen, dass Resolutionen wie diese in Bund und Ländern wahrgenommen werden. Vielen Dank an Silke Helfrich (u. a. commonsblog) für den Hinweis.