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Praxisbeispiele

Zeigenswerte Beispiele der Verwendung von CC-Lizenzen im Alltag

1000MIKES

john, 20. Juni 2008

Dass die wirklich wichtigen Sachen nicht im Radio kommen, daran hat man sich ja schon gewöhnt, aber so richtig nah dran sind nur Instant Podcasts wie die, die man per Handy bei 1000MIKES hinterlegen kann. Ob Interviews des JuraWiki oder hochemotionale Berichterstattung vom Millerntor, alles was wirklich interessiert gibt es bei den MP3-Podcasts von 1000MIKES. Und seit dort die Option besteht, die Casts mit CC-Lizenzen zu versehen, passiert das auch meistens.

Blender-Projekt präsentiert: Big Buck Bunny

markusb, 1. Juni 2008

Die niederländische Blender-Foundation hat heute “Big Buck Bunny” (Project Peach) veröffentlicht. Der 3D-Comic ist das zweite grössere Open Movie Projekt nach dem riesigen Erfolg von “Elephants Dream“. Fünf Künstler und zwei Entwickler haben sieben Monate lang im Blender Studio in Amsterdam zusammen den Film entwickelt. Wie “Elephants Dream” setzt Peach auch komplett auf Freier Software, offenen Formaten, Community-Beteiligung und einer freien Creative Commons Lizenzierung!

Für das Blender-Projekt ist der Film zugleich ein grossartiger Showcase, der sehr anschaulich zeigt, was man mit der freien 3D-Software anstellen kann. Der Film und sämtliche Rohdaten stehen selbstverständlich unter einer freien Creative Commons Lizenz. Das Kopieren und Remixen ist ausdrücklich auch zu kommerziellen Zwecken erlaubt und erwünscht.

Hier gibts unterschiedliche Download-Möglichkeiten, darunter verschiedene Formate und Bildgrössen. Bittorrent funktioniert derzeit am Besten. Der Film ist als Stream bei Vimeo zu finden:

Big Buck Bunny from Blender Foundation on Vimeo.

Teil des offenen Geschäftsmodells rund um Blender ist auch der Verkauf von Mehrwerten, wie z.B. einer DVD. Die wurde im Fall von “Elephants Dreams” sehr häufig verkauft und half mit, das Projekt zu refinanzieren und auszubauen. Von Big Buck Bunny gibt es auch ein DVD-Set. Für 34.00 € erhält man zwei DVDs mit der HD-Version, Kommentaren der Machern, die gesamten Rohdaten (alle Texturen, Modelle, etc), Drehbuch und Storyboard und eine ausführliche Dokumentation und Tutorials. Wenn das mal keine Mehrwerte sind.

Hier gibts den Trailer:

Und hier hatte ich mal einen Vortrag über das Blender-Projekt mitgebloggt.

Das nächste Projekt läuft auch schon: Apricot Open Game. Sechs Menschen sollen in sechs Monate als Kernteam mit Support von verschiedenen 3D-Studios und der Community ein “Open Source Industrie quality Game” erstellen. Ich bin gespannt.

Trailer von Iron Sky

markusb, 9. Mai 2008

Die finnischen Macher von Star Wreck haben einen ersten Trailer ihres Nachfolge-Projektes veröffentlicht: “Iron Sky“. Die Geschichte spielt in der nahen Zukunft. Im Jahre 1945 sind die Nazis auf den Mond ausgewandert und im Jahre 2018 kommen sie zurück auf die Erde. Wie bei der Star Treck-Parodie “Star Wreck” erwartet einen sicherlich wieder lustiger finnischer Humor, gute Animationen und eine kollaborative Entwicklung. Der Trailer und das letztendliche Ergebnis stehen selbstverständlich unter einer Creative Commons Lizenz.

Im Gegensatz zu Star Wreck wird Iron Sky direkt in englisch verfilmt. Geplant wird mit einem Budget von fünf Millionen, was von finnischen Produzenten bereitgestellt wird. Immerhin war Star Wreck der erfolgreichste finnische Film. Dies lässt gleich viel mehr Produktion zu als ein Studio im WG-Wohnzimmer wie beim Erstlingswerk. Dabei wird man die gesammelten Erfahrung in der Online-Kollaboration ausbauen und viel mehr Beteiligung zulassen. Das Drehbuch hat Johanna Sinisalo geschrieben, die wohl die bekannteste Drehbuchautorin Finnlands ist.

Ich bin gespannt auf das Endergebnis. Das scheint das bisher grösste Open-Movie Projekt zu werden.

Das Rezepte-Wiki

john, 21. März 2008

Logo rezeptewiki

Für hungrige Menschen, denen das Absinken des Blutzuckerspiegels bereits jegliche Kreativität geraubt hat, gibt’s im Netz bekanntlich jede Menge Rezeptsammlungen. Das geht aber auch CC-lizenziert. Nicht, dass die Ideen der Rezepte überhaupt schutzfähig wären, aber die Ausformulierungen der Rezepte sind es manchmal schon. Macht aber nichts, denn beim Rezeptewiki ist einfach alles copyleft-lizenziert.

gratisvibes.com

john, 20. März 2008

Logo gratisvibes

Schonmal nach CC-lizenzierter Musik gesucht und an der kaum überschaubaren Menge der Titel verzweifelt? Das muss nicht sein! Schließlich gibt es die Leute von gratisvibes, die für den Rest der Welt probehören und besonders gute Musik auf ihre Seite stellen. Das Ganze soll eine Brücke zwischen CC-freundlichen Musikmachern und -hörern sein.

web2null.de

john, 19. März 2008

web2null

CC-Lizenzen sind vor allem auch im Bereich der Blogs sehr beliebt. Ein Beispiel dafür ist web2null, ein deutschsprachiges “Web 2.0 Sammelalbum”. Dort wird über Anwendungen, Webdienste und Services berichtet, die grob dem Begriff Web 2.0 zugeordnet werden können. Die Einträge können natürlich webzweinullmäßig kommentiert werden.

++ audio

john, 18. März 2008

Logo PLUSPLUS

Vor allem kleinere Indepentent-Labels machen schon Gebrauch von CC-Lizenzen, so auch PLUSPLUS. Als Geschenk zur CC-Geburtstagsparty hat Toni Säilä von PLUSPLUS ein frisch gepresstes 12″ Vinyl mit Tracks von Thompson & Kuhl aus Osnabrück überreicht.

OMDB

john, 17. März 2008

Open Media Database

Cineasten aufgepasst: Wer schonmal vor einer Frage stand wie “Welcher Film war das noch, in dem diese eine da mitgespielt hat, die auch in dieser Rom-Com von diesem Regisseur mit dem italienischen Namen dabei war?”, der schaut natürlich in den Weiten des Netzes nach.

Nun gibt es genau dafür einen weiteren Ort im Cyberspace, nämlich die Open Media Database. Dort wird die Mitarbeit der User aber nicht aufs bloße Bewerten oder Kommentieren von Filmeinträgen beschränkt, sondern können und sollen selber ganze Beiträge schreiben.

Dahinter steckt wie so oft ein Wiki, das allerdings Useraccounts und Anmeldung vorsieht. Lizenziert ist die Site dann unter CC-BY-2.0 DE.

OpenStreetMap.org

john, 16. März 2008

OpenStreetMap

Obwohl Google mit seinem kostenlosen Google-Maps kaum Wünsche offen lässt, geht so etwas doch noch etwas freier und unabhängiger. Das beweist das Projekt OpenStreetMap, bei dem Geo Tagging mit dem Wiki-Prinzip kombiniert wird, um nach und nach eine von den Benutzern generierte Weltkarte mit Geoinformationen aufzubauen.

Noch steckt das Ganze zwar etwas in den Kinderschuhen, aber vor allem in England, Deutschland, Österreich und Frankreich gibt es schon so manche erfasste Ecke zu besichtigen. Wer gerne die oder der Erste sein will, der einen bestimmten Landstrich kartographiert, hat trotzdem noch reichlich Gelegenheit dazu.

Alle Daten des OpenStreetMap-Wikis stehen unter der CC-Lizenz Namensnennung-Gleiche Bedingungen 2.0 der ganzen Welt zur Verfügung.

netdialogue

john, 15. März 2008

Logo Net Dialogue

Wer sich mal näher mit den Herrschaftsverhältnissen des Cyberspace beschäftigt hat, dürfte als erstes einmal gründlich den Überblick verloren haben vor lauter Instanzen, Organisationen und Zuständigkeiten. Abhilfe bietet hier das Portal Net Dialogue der Law Schools von Harvard und Stanford. Die Inhalte sind frei verwendbar nach Maßgabe der Lizenz Creative Commons BY 2.0 Generic.