Lawrence Lessig tritt beiseite


Foto von Karen Rustad unter CC-BY 2.0

In seinem Hauptvortrag zum iSummit 2007 in Dubrovnik hat CC-Gründer Lawrence Lessig eine Schwerpunktverlagerung seiner Arbeit angekündigt. Er werde zwar weiter für Creative Commons arbeiten, allerdings nicht mehr als Sprecher der Organisation. Nach über zehn Jahren in der ersten Reihe der Free-Culture-Bewegung sei es für ihn an der Zeit, im eigenen Leben etwas zu verändern. Als neuen Schwerpunkt nannte Lessig sein früheres Spezialgebiet Verfassungsrecht, nun mit besonderem Augenmerk auf Korruptionsphänomene in der US-amerikanishen Politik. Diese Ankündigung verband Lessig mit dem Aufruf an die CC-Community, zukünftig noch stärker Respekt sowohl für die eigene Sache als auch für die Mitglieder der Sharing Economy einzufordern.

FSF erkennt CC-BY und CC-BY-SA als freie Lizenzen an

Die Free Software Foundation (FSF), verantwortlich u. a. für die Entwicklung der populären freien Lizenz GNU General Public License, hat die CC-Lizenzvarianten BY 2.0 und BY-SA 2.0 in die Liste der Lizenzen aufgenommen, die sie als „freie Lizenzen“ (für andere Inhalte als Software) ansieht.

Arte-Fernsehbeitrag zu Creative Commons

In der Sendung „Metropolis“ auf Arte wurde am 2. Juni unter anderem auch ein Beitrag von Susan Loehr über Creative Commons gesendet, überschrieben mit dem Titel „Im Namen des Schöpfers„. Stilecht steht der Beitrag unter einer CC BY-NC-SA 2.0 de Lizenz bis 9. Juni als Stream auf der Arte-Website bereit, wurde aber von fleißigen Leuten auch schon in vernünftigen Dateiformaten (zB OGG) runterladbar aufbereitet.

DE-Versioning von 2.0 zu 3.0 auf dem Weg

Die Anpassung der auf das deutsche Urheberrecht zugeschnittenen CC-Lizenzen von Version 2.0 auf 3.0 hat mittlerweile begonnnen. Da die Version 3.0 erhebliche Weiterentwicklungen aufweist, macht sich das „Affiliate Team“ an eine vollständige Neuübersetzung der Lizenztexte. Gegen Ende Juni soll dazu eine erste konsolidierte Fassung vorliegen, die dann auch über die öffentliche cc-de-Mailingliste zur Diskussion gestellt werden wird.