Videos der all2gethernow sind online

Nachdem mehr als zwei Monate ins Land gegangen sind, haben es die Videos der all2gethernow in aufbereiteter Form ins Netz geschafft. Bei Vimeo findet man nun also fast alle Sessions des großen „Zählraums“ sowie Interviews und Statements einzelner Teilnehmer. Außerdem ist auch das Abschlusskonzert von Amanda Palmer dabei.

Eine der am stärksten frequentierten Sessions war „Werte 2.0 – Netzkultur vs Geistiges Eigentum“, die eine Brücke zwischen der c/o pop und der all2gethernow sein sollte:

a2n #camp: Werte 2.0 – Netzkultur vs. Geistiges Eigentum – Part 1 of 2 from all2gethernow on Vimeo.

headphonica leidet unter Cybersquatting

Das 2006 gegründete Netlabel headphonica ist vor Kurzem Opfer einer seltsamen Domainübernahme geworden. Nun wird ihre alte Seite von den neuen Domainbesitzern – inklusive Teilen der insgesamt 80 bisherigen cc-lizenzierten Releases – weitgehend unverändert weiterbetrieben und wurde den Headphonica-Gründern zum Rückkauf angeboten.

Wer sich rechtlich an dem Fall versuchen möchte, ist hiermit herzlich dazu aufgerufen (Kontaktdaten am Ende der Seite), vor allem aber ist dies ein Aufruf an alle, ihre alten Links zur headphonica-Seite auf deren neue Domain headphonica.com zu ändern.

Hier ist die ganze Geschichte:

„headphonica leidet unter Cybersquatting“ weiterlesen

Creative Commons ist im Bundestag angekommen

Creative Commons Lizenzen sind im Bundestag angekommen. Der Wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestages erklärt im „Aktuell Bericht“ Creative Commons auf zwei Seiten. Es freut uns sehr, dass den Parlamentariern eine kurze prägnante Zusammenfassung über unsere Lizenzen zur Verfügung gestellt wird

Buch zum Phänomen Netlabel-Szene

Anita Michels hat beim diesjärigen Netaudio-Festival ihr neues Buch „Netlabels: Soziale Netze On- und Offline“ herausgebracht. Ab sofort ist es nicht nur bei Falk Blask im Institut für Europäische Ethnologie (oder auf Bestellung bei der Herausgeberin) gedruckt zu haben, sondern steht dank Lizenzierung unter CC-BY-NC-ND 3.0 de auch zum freien Download zur Verfügung.

Aus dem Abstract:

Das Phänomen Netaudio wird erstmals aus ethnologischer Sicht untersucht. Anhand ihres vielfältigen empirischen Materials stellt Antina Michels anschaulich dar, auf welche Art und Weise Netaudio produziert, wofür Netlabels genutzt werden und wie deren Akteure in lokalen und translokalen Szene-Netzwerken kooperieren. Die Studie verdeutlicht an zwei prägnanten Fallbeispielen – den nicht-profitorientierten Netlabeln Pentagonik und Pulsar -, wie alternative Modelle zur konventionellen Musikindustrie entstehen. Musiker, Künstler, Labelbetreiber und Veranstalter schließen sich europa- und zunehmend auch weltweit in sozialen Netzwerken zusammen. Diese Pionierarbeit zeigt auf, wie die Netaudio-Szene das Netzwerk nutzt, um ihre Ideen und Ideale erfolgreich umzusetzen. Durch die zahlreichen in diesem Buch enthaltenen Interviewpassagen, Bilder, Mental Maps  und Beschreibungen bekommt der Leser einen tiefen Einblick in den Alltag der Akteure.

2x Creative Commons im Deutschlandradio

Gleich zweimal hat das Deutschlandradio in der vergangenen Woche über Creative Commons berichtet. Hier sind die beiden Beiträge:

Wie Creative Commons die Vermarktung von Musik verändert (MP3)

Der Jurist und Betreiber des netlabels id.eology, Volker Tripp, ist schon mehrfach in Breitband zu Gast gewesen – zuletzt bei der Sendung vom netaudiofestival in Berlin. Am vergangenen Montag war er zu Gast im Radiofeuilleton und netzmusik-Redakteur Martin Risel hat mit ihm darüber gesprochen, wie sich die Vermarktung von Musik durch Creative Commons verändert hat. Hier gibts das audio dazu:

Ohne Geld aus Überzeugung (MP3)

In der Musik hat uns die Frage schon häufig beschäftigt: Wie verdienen die Musiker mit CC-Musik ihr Geld? Und wir nehmen zur Kenntnis: die einen verdienen tatsächlich mit Merchandizing-Artikeln und Konzerten, die anderen glauben an eine Kultur des Gebens und wollen damit gar nichts verdienen. Ob das, was für die Musik gilt sich auch auf den Film übertragen lässt, werden wir in dieser Woche von John Weitzmann, dem juristischen Kopf von Creative Commons in Deutschland, erfahren. Anlässlich des digitalfilmcamps, einer Mikrokonferenz für open source- und creative commons geprägte Projekte der Filmschaffenden, soll diskutiert werden, wie neue Geschäftsmodelle für die CC-Filmbranche im online-Zeitalter aussehen könnten.

digitalfilmcamp in Berlin

logo_digitalfilmcamp1

Zum 3. Mal dieses Jahr findet am 6.11. das digitalfilmcamp statt, und zwar in der HomeBase Lounge in Berlin. Es handelt sich um eine mikro-Konferenz, um …

neue Geschäftsmodelle für das online-Zeitalter zu diskutieren. Während der ca. viermal im Jahr stattfindenen Konferenzen werden konkrete Beispiele von open-source / Creative Commons-geprägten Projekten im Filmbereich analysiert.

Das dfc versteht sich als …

kontinuierlich stattfindendes Forum, das bereits vorhandenen Erfahrungen abbildet und als Networking-Plattform einen Austausch mit der web 2.0-Szene schafft.

Auf der Website gibt es auch eine sehr informative Übersicht zu abgeschlossenen und laufenden Produktionen Open-Source-basierter Filme.

SWR 2 Wissen: „Gemein-Freiheit – Vorboten einer freien digitalen Kultur“

Der Südwest-Rundfunk hat ein Feature über die im beginnenden digitalen Zeitalter zu beobachtenden Paradigmenwechsel zum „geistigen Eigentum“ produziert. Auch Creative Commons als Modell und rechtliches Werkzeug kommt darin vor.

Im Hinweistext zur Sendung heißt es u.a.:

(…) Denn die Vision einer freien digitalen Kultur rüttelt am Wertesystem, das sich auf den Buchdruck gründet und aus geistigen Werken besteht, die oft nur Einzelne besitzen. Sie verweist auf eine überlieferte Metapher: Die jeweils lebende Generation steht auf den “Schultern von Riesen”. Das heißt, alle Menschen schöpfen unentwegt aus dem kulturellen Erbe und arbeiten mit ihren Ideen und Werken daran weiter.

Die Sendung ist mit viel Kompetenz gemacht worden und daher durchaus als MP3 nachhörens- bzw. als Manuskript nachlesenswert.