Hört hört: Das Public-Domain-Manifest ist da

Aus der Arbeit des EU-Netzwerks COMMUNIA ist gerade das Public Domain Manifesto hervorgegangen. Es ist seit dieser Woche online und will die Wichtigkeit und Verletzlichkeit der wachsenden kulturellen Allmende unterstreichen und den Verantwortlichen vor allem in der Politik aufzeigen, was zum Schutz dieser Gemeingüter zu tun ist. Zu den aus den verschiedensten Ländern stammenden Erstunterzeichnern zählen Lawrence Lessig, Bernt Hugenholtz, Ronaldo Lemos und James Boyle. Binnen weniger Tage sind bereits Übersetzungen in mehr als ein Dutzend Sprachen angefertigt worden, auch eine ins Deutsche von Christian Hufgard und Klaas Schmidt.

1. Januar ist „Public Domain Day“

Aus Sicht der Allgemeinheit gibt es zu Neujahr immer etwas zu feiern. Ab diesem Tag sind weitere vormals geschützte Werke gemeinfrei, deren Urheber nämlich im 71. Jahr vorher gestorben sind (so zumindest die Regelung in den meisten Ländern dieser Welt). Diesmal sind das z.B. Sigmund Freud und William Butler Yeats. Ihre Werke sind seit heute nicht mehr urheberrechtlich geschützt und können ohne rechtliche Einschränkungen bearbeitet und genutzt werden. Um diese Vergrößerung der „Public Domain“ zu feiern, hat das Netzwerk COMMUNIA den Public Domain Day ausgerufen. Unter www.publicdomainday.org gibt es weitere Informationen zum Thema Gemeinfreiheit und eine alphabetische Auflistung der im Jahre 1939 gestorbenen Urheber.