6 Gedanken zu „RBB über a2n, Zoe Leela und CC“

  1. Danke John für den Beitrag und danke für Deine offenen Worte. Danke das ich gemeinsam mit meinem Team so erfolgreich das CC Thema nach aussen trage, Wie du vielleicht selber weisst, ist das ein komplexes Thema zu dem ich immer bereit bin Inhalte neu auf zu nehmen um sie dann gern durch meine Kommunikationskanäle mit einzubinden. In erster Linie bin ich Musikerin, Künstlerin und ich denke meine Erfahrungen unterscheiden sich eindeutig von Deinen.
    Ich frage mich ob so offene Kritik innerhalb eines Kreises wirklich angebracht ist und man vielleicht „Fünfe gerade lassen “ sollte um gemeinsam wachsen zu können.
    Oder bist Du vielleicht mit der Live Energie auf einer Bühne gänzlich vertraut?:)
    Schöne Grüße und mal mehr zusammenrücken und nicht so sehr in der Theorie versinken…..

  2. Das war nicht als Kritik gemeint, sondern nur als Hinweis am Rande auf die Möglichkeiten, die CC+ für das Gewähren weiterer Rechte schon jetzt bietet. Im Interview kam es leider ein bisschen so rüber, als sei CC als Tool nicht mehr geeignet, sobald bei einem Künstler viele kommerzielle Anfragen reinkommen. Das stimmt aber nicht wirklich, glaube ich (auch wenn ich natürlich keine vergleichbare Bühnenerfahrung vorweisen kann ;-). So oder so wünsche ich dir weiterhin viel Erfolg, denn der motiviert auch für unsere Arbeit an Tools wie CC.

  3. Lieber John,
    ZOE.LEELA hat bereits mehre kommerzielle Angebote in Anspruch genommen. U.a. wurde das auch auf einem Panel der A2N thematisiert. Meine musikalische Vita und das viele Pressewirbel um meine Person bestätigen diesen Hinweis und ich denke nicht das im Geringsten eine Falschdeutung meiner Situation oder die der CC Lizenz gewährt ist (höre dazu auch bitte das Audio Kommentar von dem Moderator). ZOE.LEELA ist viel zu komplex um es mit einem Satz oder ein paar wackeligen Worten definieren zu können. Wie bereits erwähnt, befindet sich mein Team und ich seit über einem Jahr auf einer Reise, die immer wieder das Thema Creative Commons in unsere Kommunikation mit einbindet. Bei allem Respekt nenn mir nur ein Medium, dass sich mehr für die Öffentlichkeitsarbeit von CC einsetzt als wir. Genau deshalb verbitte ich mir eine Art Futterneid von jedem, da ich hier viel Energie und Zeit für uns Alle investiere. Wo war denn bitte CC Deutschland in den letzten 12 Monaten seit dem ich mein Debüt präsentierte? Wo ist das Coaching für ein selbstbewusstes Auftreten gegenüber der Presse?
    Ohne zickig zu wirken, wir können gern auf schwammige und zweifelnde Aussagen verzichten. Denn unsere Reise betrifft alle Creative Commons interessierten Menschen da draussen.
    Versteckt Euch nicht zu sehr hinter NIN und Co, ZOE.LEELA passiert hier und heute!
    Viel Spass noch und immer weiter machen, die Welt zu lustig um immer nur zu lamentieren. OK?

  4. Leider verstehe ich nicht, was du mir vorwirfst. Ich habe nie gesagt, dass ihr euch nicht oder nicht genug für die Ideen von CC einsetzt. Auch weiß ich nicht, welchen „Futterneid“ ich als Jurist haben könnte. Und welche Aussagen sind deiner Meinung nach schwammig, zweifelnd oder lamentierend?

    Da es ja offenbar sein muss, hier ein paar weitere Erklärungen … mein Hinweis auf CC+ bezog sich auf diese Stellen des Berichts:

    „Die Creative Commons-Idee war ja nie kommerziell
    ausgelegt. Beziehungsweise war sie zu Anfang
    nicht so gedacht.“

    Das stimmt so nicht, denn schon in CC 1.0 war die NC-Option enthalten, also waren die Lizenzen sehr wohl von Anfang an auch kommerziell ausgelegt (wie übrigens auch die „Mutter“ der CC-Lizenzen, die GNU Public License).

    „Das heisst aber nicht, dass man sie nicht so
    nutzen könnte. Es müsste jetzt dieser Aspekt
    mehr ausgebaut werden, dass man ihn auch
    kommerziell nutzen könnte.“

    Dieser Aspekt _wurde_ mit CC+ bereits massiv ausgebaut und dieses System wird auch schon in großem Stil genutzt, von Yahoo, Magnatune und vielen anderen. Auch ein einzelner Künstler kann es nutzen.

    „Ich werde zum Beispiel in Radios viel gespielt,
    und eine Verwertungsgesellschaft, die mir da
    unter die Arme greifen könnte, wäre eine tolle
    Sache.“

    Da stimme ich voll zu. Falls eine neue Verwertungsgesellschaft für CC-lizenzierte Inhalte gegründet wird (siehe „C3S“ bei der a2n), dann unterstützt CC Deutschland dieses Projekt mit Beratung und Publicity, aber zur Klarstellung: CC selbst will, kann und darf nicht in das Musikverwertunsgeschäft einsteigen.

    Leider verwechseln viele Leute die Rollen von Labels, Verwertungsgesellschaften, Künstlern und CC. Ich kriege zum Beispiel oft E-Mails, in denen gefragt wird, ob CC Deutschland zustimmt, dass der CC-lizenzierte Inhalt XY kommerziell verwendet wird. CC hat aber mit der Verwertung der Inhalte direkt nichts zu tun. Der RBB-Beitrag von Herrn Ehrlich fördert leider eher diese Verwirrung als sie zu beheben.

  5. Ich glaube, ich muss jetzt mal ein wenig vermittelnd einspringen.

    Zunächst mal ist John wirklich der Falsche, um ihm Kritik vorzuwerfen. Zum einen sollte Kritik grundsätzlich als konstruktiv verstanden werden – zumindest in der Form, wie John sie angebracht hat.

    Andererseits klafft allerdings zwischen beiden Seiten – John als CC-Vertreter und dem Zoe-Projekt als Musikerin – eine Lücke, da die Interessen unterschiedlich sind. Aber (und das ist das Schöne): die Interessen beider Seiten ergänzen sich wunderbar.

    @ John: Für die „Sache“ wäre eine klarere Kommunikation im RBB sicher prima gewesen. Nur, dies war ein Künstler-Porträt. Keine CC-Sondersendung. Als Künstler ist man Nutzer der CC-Lizenzen. Ebenso wie wohl kaum ein Autofahrer sein Gefährt auseinander nehmen und wieder reparieren kann, kann der (einfache) Nutzer der Lizenzen das gesamte juristische Regelwerk in- und auswendig kennen. Und fehlerfrei vor der Kamera wiedergeben. Dazu braucht’s den Juristen. Und eine andere Sendung.

    @ Zoe/Thomas: Ich gehe davon aus, dass John’s Gedanken eher dahin gingen, wie schön es wäre, wenn man bei einer Gelegenheit wie dieser einen sauberen und stimmigen Beitrag zum Thema Creative Commons präsentieren könnte. Einen, der vieles klar stellt. Aber, wie gesagt, es war ein Künstler-Porträt. Und ihr rutscht unangenehmerweise in dieses Thema, statt über Musik reden zu dürfen.

    Denkt dran, eins braucht das andere. Naja, wenn man nicht zur GEMA geht…

  6. Lieber Wolfgang, vielen Dank für die Vermittlung. Mir ist allerdings schleierhaft, wieso auf so eine Meldung so heftig reagiert wird. Dass es ein Künstlerportrait war, ist mir klar. Dass es entstanden ist, finde ich gut und wollte ich bekannter machen. Dass man meinen Text als Kritik oder „offene Worte“ auffassen kann, verstehe ich schon nicht mehr wirklich. Dass Zoe/Thomas oder andere Betroffene offenbar noch nicht mit CC+ vertraut sind, ist 1. offenbar zutreffend und 2. kein Beinbruch. Ich kann aber schlecht auf diesen (vom RBB auch noch verkürzten) Beitrag hinweisen und dabei CC+ unerwähnt lassen. Dass CC+ wiederum ein Tool nur für Rechtefreaks sein soll, sehe ich nicht so. Es wurde nach entsprechenden Forderungen von Künstlern für diese gemacht, damit eben nicht jeder kommerzielle Deal einzeln verhandelt werden muss. Dass eine CC-VG ne gute Sache wäre, ist ohnehin die Meinung aller hier Mitkommentierenden. Also warum überhaupt die Diskussion?

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