Schwerpunkt 2011: CC und Open Data

Seit Entstehung der CC-Lizenzen 2001/2002 gab es immer wieder Diskussionen über die Frage, ob sie nun für Daten taugen oder nicht. Mit dem zunehmenden Gewicht von freien Datenprojekten wie OpenStreetMap ist diese Frage immer bedeutsamer geworden, wurde aber nie so richtig beantwortet. Mit einem „Topic Report“ für die europäische ePSI-Plattform und einer Reihe von News-Posts zu CC und Daten wird das nun anders. Das Thema Verwendbarkeit von CC-Lizenzen für Daten soll ein Schwerpunkt der Arbeit aller CC-Projekte in 2011 werden und ist auch im Fokus beim Update zur kommenden CC-Lizenzversion 4.0. CC selbst hatte in den letzten Jahren durch Gründung seines Unterprojekts „Science Commons“ bei manchem Beobachter den Eindruck erweckt, Daten und Metadaten seien ein so besonderer Stoff, dass normale CC-Lizenzen dafür nicht gemacht seien. Inzwischen ist Science Commons in die CC-Zentrale integriert und mit seinem Blog-Post vom 1. Februar startete CC Vice President Mike Linksvayer eine Reihe von Beiträgen, die in den nächsten Monaten näher auf die Verwendbarkeit von CC-Lizenzen für Daten eingehen werden.

Der Topic Report von Timothy Vollmer richtet sich vor allem an die Institutionen, die mit dem ePSI-Programm der EU zu tun haben (wobei PSI für „Public Sector Information“ steht und alle Daten meint, die bei staatlichen Stellen entstehen oder genutzt werden). Darin wird aufgezeigt, dass und wie in vielfältiger Weise die verschiedenen CC-Werkzeuge inklusive der 6 Kernlizenzen für den Umgang mit Daten und Datenbanken zum Einsatz kommen können. Befeuern wird der Report auch die Debatten und Workshops des ePSI-Treffens in Berlin am 18. Februar, das den Titel trägt „Open Data: Apps for everyone? Opportunities and challenges in the re-use of public sector information“. Die Teilnahme daran ist kostenfrei, aber anmelden sollte man sich rechtzeitig.

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