Einführungsvortrag: Lizenzen für das Internet-Zeitalter

Die Journalistin Meike Richter, die sich seit langem mit Creative Commons beschäftigt, hat vor kurzem an der Universität Hamburg einen Einführungsvortrag über „Creative Commons – Lizenzen für das Internet-Zeitalter“ gehalten. Davon gibt es ein Video:

Meike Richter: Creative Commons – Lizenzen für das Internet-Zeitalter from netzpolitik on Vimeo.

(Auf der Seite kann man sich das auch herunterladen)

„Creative Commons“ sind Lizenzen, die speziell für die Veröffentlichung von Informationen im Internet entwickelt wurden. Urheber von Medien, wie Videos, Musik oder Texten können damit leicht bestimmen, was bei der Weitergabe bzw. Wiederveröffentlichung ihrer Werke beachtet werden muss, zum Beispiel die Namensnennung oder der Ausschluss einer kommerziellen Nutzung. Für Publizierende wird damit mehr Klarheit geschaffen. Die Frage ob und wie ich beispielsweise ein Bild eines anderen Urhebers auf einer beliebigen Webseite veröffentlichen darf, wird mit „Creative Commons“ beantwortet.

Meike Richter ist freie Journalistin und Dozentin und berät unter anderem den NDR bei der Lizensierung verschiedener Inhalte mit „Creative Commons“.

Der Elektrische Reporter läuft wieder beim ZDF

Diese Woche startet eine neue Staffel des „Elektrischer Reporter“ im ZDFinfokanal. Das Magazin für Netzkultur wurde vor Jahren von Mario Sixtus gestartet und lief bereits zwischen 2008 – 2010 im 14-Tage-Rhythmus im Infokanal, der ZDF-Mediathek und im eigenen Blog. Neu bei dieser Staffel ist die Sendezeit-Ausdehnung auf 15 Minuten und die wöchentliche Ausstrahlung einer neuen Folge. Erfreulich ist, dass der Elektrische Reporter weiterhin alle Folgen unter der CC-BY-NC-SA-Lizenz veröffentlicht und über die Jahre Creative Commons – Lizenzen beim ZDF etwas populärer gemacht hat.

Hier sind weitere Neuerungen aus der Pressemitteilung:

Statt sich monothematisch mit jeweils einem Aspekt der digitalen Revolution zu beschäftigen, wird der „Elektrische Reporter“ künftig aus drei Teilen bestehen. Zu Anfang greift ein aktueller Bericht netzpolitische und -kulturelle Fragen auf: Wie sinnvoll ist eigentlich die Internet-Enquete-Kommission des Bundestages? Inwiefern verhalten Männer und Frauen sich unterschiedlich im Netz? Anschließend wagt die Rubrik „Uebermorgen.TV“ einen Blick in die digitale Glaskugel. In animierten Sequenzen, unterbrochen durch fiktive O-Töne, schreiben die Filme einen aktuellen Trend in die Zukunft weiter: Wie sähe ein Netz aus, in dem es keine Anonymität mehr gibt und die Identifikation Pflicht ist? Den Abschluss der Sendung bildet die Rubrik „140 Sekunden“, die der Geschichte hinter einem einzelnen Tweet auf den Grund geht.

Deutsche UNESCO-Kommission spricht sich für CC-Lizenzen aus

Die Deutsche UNESCO-Kommission plädiert in ihrer jüngsten Resolution von April 2011 für eine Bewahrung der Gemeingüter in den Bereichen Kommunikation und Information. Dabei erklärt sie unter III. …

Anknüpfend an das Mandat der UNESCO für Kommunikation und Information und unter Anerkennung der geltenden Gesetze setzt sich die Deutsche UNESCO-Kommission unter anderem ein für

– den freien, für die Nutzer im Regelfall kostenlosen Zugang zu mit öffentlichen Mitteln produziertem Wissen;
– die Digitalisierung unseres gemeinsamen kulturellen Erbes und den freien Zugriff auf dieses;
– die Förderung freier Lizenzierungsformen, etwa die „Creative Commons“ Lizenzen. Die öffentliche Hand, einschließlich der öffentlich-rechtlichen Medien und der UNESCO, sollte diesbezüglich vorbildlich handeln.

Eine wirkliche Vorreiterrolle nimmt die öffentliche Hand zumindest in Deutschland noch nicht ein, wenn es um Freigaben unter Standardlizenzen geht. Insofern bleibt zu hoffen, dass Resolutionen wie diese in Bund und Ländern wahrgenommen werden. Vielen Dank an Silke Helfrich (u. a. commonsblog) für den Hinweis.