#cc10: Dokumentation zu CC10 Berlin

[Crosspost des Artikels von Andrea Jonjic @ netzpolitik.org]

Am Samstag hatten Creative Commons ihren 10. Geburtstag und weltweit wurde gefeiert. Auch wir veranstalteten unterstützt von Zeit Online und der Wikimedia Deutschland eine Geburtstagsparty im @hausungarn in Berlin und stellten dafür ein umfangreiches Programm auf die Beine.

Die Vorträge wurden alle aufgezeichnet, hier sind Teil 1 und Teil 2 – wer jedoch nur zu bestimmten Themen springen will, lese sich unten die Kurzbeschreibungen durch mit Positionsverlinkung im Video.

„#cc10: Dokumentation zu CC10 Berlin“ weiterlesen

#cc10: Am 8.12. in Berlin 10 Jahre Creative Commons – Party

Im Dezember wird Creative Commons zehn Jahre alt. Wir feiern das in Berlin mit einer Party am Samstag, den 8.12. im @hausungarn am Alexanderplatz (Ex HBC/HomeBaseClub). Zuerst gibt es rund zwei Stunden lang Programm mit Kurzvorträgen und Interviews darüber, wie Creative Commons Lizenzen in vielen unterschiedlichen Bereichen dazu beigetragen haben, eine Kultur des Teilens von Wissen zu ermöglichen. Anschließend gibt es Creative Commons lizenzierte Musik von Kraftfuttermischwerk und Peter Withoutfield (Blogrebellen) zu hören.
„#cc10: Am 8.12. in Berlin 10 Jahre Creative Commons – Party“ weiterlesen

Konrad-Adenauer-Stiftung veröffentlicht historische CDU-Wahlplakate unter CC

Die Konrad Adenauer Stiftung hat die Plakatdatenbank des „Archivs für Christlich-Demokratische Politik“ neu gelauncht. Sehr lobenswert ist, dass alle Plakate jetzt unter der Creative Commons BY-SA – Lizenz stehen und damit auch in der Wikipedia genutzt werden können. Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich Archive ans digitale Zeitalter anpassen und ihre Bestände nutzbar machen können. Eine Pressemitteilung erklärt, um welche Plakate es sich handelt und was die Motivation dahinter ist:

Das Spektrum umfasst die ältesten und wertvollsten Plakate der Sammlung, d.h. Anordnungen und Proklamationen der Alliierten vom Ende des 1. Weltkrieges 1918, Plakate aus der Weimarer Republik und Exponate vom Ende des 2. Weltkrieges. Es folgen länderübergreifend Plakate aus der Gründungszeit von den ersten Kommunal- und Landtagswahlen ab 1946, die teilweise bis in die jüngste Vergangenheit hinein reichen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Plakaten aus Nordrhein-Westfalen. Die Bundestagswahlplakate, mehr als 4.500 an der Zahl, wurden komplettiert und aktualisiert. Zudem sind erstmals die Wandzeitungen der CDU von den Anfängen unter Ludwig Erhard 1964 bis zur neuesten Ausgabe zu sehen. Viele der hier aus dem Dunkel der Vergangenheit hervorgeholten Plakate dürften unbekannt oder in Vergessenheit geraten sein. Ihre Betrachtung und die Auseinandersetzung mit ihnen sollen nicht zuletzt ein neues Interesse an der Geschichte und Erforschung des politischen Plakates in Deutschland wecken und fördern.

Lobenswert ist auch, dass man eine Remix-fähige Lizenz gewählt hat. Wir würden uns freuen, wenn die anderen politischen Stiftungen diesem Beispiel folgen würden.

(Das Plakat stammt aus dem Jahre 1949, ein Urheber wird nicht genannt. Also CC-BY-SA CDU.)

Am 8.12. feiert Berlin 10 Jahre Creative Commons

Im Dezember wird Creative Commons zehn Jahre alt. In der Woche vom 7.12. -15.12. finden dazu weltweit Veranstaltungen rund um den Geburtstag statt. Auch wir wollen in Berlin feiern und laden am Samstag, den 8.12. ins @hausungarn (Ex-HBC) nahe Alexanderplatz.

Geplant ist, in verschiedenen Kurzvorträgen und Kurzinterviews aus unterschiedlichsten Disziplinen Erfolgsgeschichten bei der Nutzung von Creative Commons Lizenzen zu erzählen. Und die vergangenen zehn Jahren samt Entstehungsgeschichte zu reflektieren. Anschließend wird bei Creative Commons lizenzierter Musik getanzt und gequatscht.

Wir suchen noch Sponsoren!

Die Veranstaltung selbst wird ehrenamtlich durchgeführt, genau wie die gesamte Arbeit bei Creative Commons Deutschland ehrenamtlich organisiert ist. Zur Refinanzierung der Veranstaltung werden jedoch Sponsoren benötigt, um einige der Kosten decken zu können. Geplant ist, über einen Livestream in HD eine Teilnahme an die Veranstaltung auch Menschen außerhalb Berlins zu ermöglichen. Entstehende Videos der Kurzvorträge und Interviews sollen anschließend geschnitten und einzeln online gestellt werden. Als weitere Highlights planen wir eine große Torte und würden gerne auch Freigetränke unter den Gästen verteilen. „Am 8.12. feiert Berlin 10 Jahre Creative Commons“ weiterlesen

14.-16.9. ist OERcamp in Bremen

Vom 14. – 16. September findet an der Universität Bremen das OERcamp, eine Tagung zu digitalen und offenen Lehr-Lern-Materialien, statt. Aus der Selbstbeschreibung:

Wo im Internet finde ich Unterrichtsmaterialien, die ich bedenkenlos herunterladen und weiterbearbeiten kann? Darf ich ein YouTube-Video in einer Unterrichtssituation via Beamer zeigen? Was genau darf man eigentlich kopieren, wie oft und für wen? Stimmt es, dass ich Unterrichtsmaterialien gar nicht digitalisieren darf, nicht einmal für mich zu Hause? Woher kriege ich Bilder für Arbeitsblätter und Präsentationen, die ich nicht wegen Urheberrechtsverletzungen verstecken muss?

Und was hat das alles mit „Open Educational Resources“ zu tun? Ist das so eine Art „Wikipedia für Lehr-Lern-Materialien“? Antworten gibt es beim #OERcamp.


Ein Flyer erklärt das OERcamp.

Creative Commons Lizenzen in Deutschland gerichtlich durchgesetzt

Das Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software berichtet: Creative Commons Lizenzen in Deutschland gerichtlich durchgesetzt.

Das Landgericht Berlin hat in einem Beschluss vom 8. Oktober 2010 (Az. 16 O 458/10) die Nutzung eines CC-lizenzierten Fotos wegen eines Lizenzverstoßes verboten. Dies stellt – soweit bekannt – die erste erfolgreiche Durchsetzung einer Creative Commons Lizenz in Deutschland dar.

Die Urheberin eines Fotos des Politikers Thilo Sarrazin erwirkte den Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen eine rechtsextreme Partei, die das Foto in ihrem Blog ohne entsprechend den Lizenzbedingungen der Creative Commons-Lizenz „Attribution – ShareAlike 3.0 Unported“ den Lizenztext oder eine Internetadresse dafür anzugeben und die Urheberin zu benennen. Die Nutzung des Verletzers stellt nach Auffassung des Gerichts eine „nicht von einer Genehmigung der Antragstellerin gedeckte und damit im Sinne des § 97 Abs. 1 UrhG widerrechtliche Verwendung“ dar.

Das ist sehr erfreulich, weil es zeigt, dass die Creative Commons LIzenzen in Deutschland gerichtsfest sind. Davon gingen wir bisher immer aus, es fehlte aber der Realitätstest vor Gericht.

Creative Commons – Motivationsfilm

Wikimedia Deutschland hat im vergangenen Jahr erstmalig den Ideen-Wettbewerb „WissensWert“ 2010 zur Förderung Freien Wissens durchgeführt. Aus den 93 Einreichungen hat eine Jury sieben Projekte ausgewählt und gefördert. Darunter war ein Motivationsfilm für Creative Commons. Dieser ist nun online und steht unter der CC-BY-Lizenz.

Zu den Mitwirkenden gehören:

Projektleitung Amadeus Wittwer www.2hofnarr.ch
Regie&Cut&Animation Adrian Scherzinger www.edprojects.ch
Illustration Regina Wittwer www.regains.ch
Ton&Sounds Alain Stoll www.jectified.com
Sprecherin Sarah Judith Bürge
Sprecher Philipp Bürkler
Textkorrekturen Claude Fankhauser, Dirk Dienel
Übersetzung Barbara Müller www.fepafrika.ch
Finanzierung Verein Wikimedia Deutschland www.wikimedia.de

Neue Auswertung findet mehr als 400 Mio Creative Commons lizenzierte Werke

In dem hier bereits empfohlenen Buch „The Power of Open“ wurden einige Statistiken zur CC-Nutzung aufgestellt. Über 400 Millionen nutzen die vor 8 Jahren vorgestellten Lizenzen.

Mit der Zeit hat dabei erfreulicherweise der prozentuale Anteil freier Lizenzen (CC-BY & -SA) zugenommen: Sie machen jetzt 40% aus.

Die verwendeten Daten kann man sich hier herunterladen und selbst weiter analysieren. Auf creativecommons.org wird sich auch mit anderen Fragen auseinandergesetzt, so zum Beispiel mit der sozioökonomischen Wirkung.

Buch über Creative Commons: „The power of open“

The Power of open ist ein Buch über Erfolgsgeschichten mit Creative-Commons-Lizenzen.

The Power of Open collects the stories of those creators. Some are like ProPublica, a Pulitzer Prize-winning investigative news organization that uses CC while partnering with the world’s largest media companies. Others like nomadic filmmaker Vincent Moon use CC licensing as an essential element of a lifestyle of openness in pursuit of creativity. The breadth of uses is as great as the creativity of the individuals and organizations choosing to open their content, art and ideas to the rest of the world.

Es steht selbstverständlich unter der CC-BY-Lizenz und ist als Download erhältlich – sogar in mehreren Sprachen, Deutsch kommt aber erst noch.

Auch die gedruckte Version ist mit etwas über 10€ bei Lulu nicht besonders teuer.

Einführungsvortrag: Lizenzen für das Internet-Zeitalter

Die Journalistin Meike Richter, die sich seit langem mit Creative Commons beschäftigt, hat vor kurzem an der Universität Hamburg einen Einführungsvortrag über „Creative Commons – Lizenzen für das Internet-Zeitalter“ gehalten. Davon gibt es ein Video:

Meike Richter: Creative Commons – Lizenzen für das Internet-Zeitalter from netzpolitik on Vimeo.

(Auf der Seite kann man sich das auch herunterladen)

„Creative Commons“ sind Lizenzen, die speziell für die Veröffentlichung von Informationen im Internet entwickelt wurden. Urheber von Medien, wie Videos, Musik oder Texten können damit leicht bestimmen, was bei der Weitergabe bzw. Wiederveröffentlichung ihrer Werke beachtet werden muss, zum Beispiel die Namensnennung oder der Ausschluss einer kommerziellen Nutzung. Für Publizierende wird damit mehr Klarheit geschaffen. Die Frage ob und wie ich beispielsweise ein Bild eines anderen Urhebers auf einer beliebigen Webseite veröffentlichen darf, wird mit „Creative Commons“ beantwortet.

Meike Richter ist freie Journalistin und Dozentin und berät unter anderem den NDR bei der Lizensierung verschiedener Inhalte mit „Creative Commons“.