Spenden für Creative Commons Deutschland

Die Creative Commons Länderprojekte arbeiten finanziell unabhängig von creativecommons.org und sind daher auf eigenes Spendenaufkommen angewiesen. Das gilt genauso für Creative Commons Deutschland. Alle Arbeit für Creative Commons Deutschland wird ehrenamtlich ausgeführt und das wird auch erstmal so bleiben.

Aber trotzdem brauchen viele Ideen und Projekte immer etwas Geld, um sie zu verwirklichen. Wir würden gerne mehr Materialien erstellen, um die CC-Lizenzen in Deutschland bekannter zu machen. Auch fallen bei Reisen zu Vernetzungstreffen mit anderen CC-Projekten oder auf Veranstaltungen, wo CC promotet wird immer Reisekosten an, die wir derzeit grösstenteils aus der eigenen Tasche bezahlen.

Wir freuen uns über jeden Betrag und stellen selbstverständlich auch Spendenquittungen für Abzüge nach §§ 10b EStG, 9 I Nr. 2 KStG und 9 Nr. 5 GewStG aus. Wer also selber schonmal freie Inhalte verwendet hat oder die ganze Idee gut findet und einfach gerne die Arbeit des Projekts voranbringen will, sollte hin und wieder mal über’s Spenden nachdenken.

Bitte im Verwendungszweck unbedingt “CC-DE” angeben, damit die Zuordnung problemlos verläuft.

Inh.: Europäische EDV-Akademie des Rechts gGmbH
Kto.-Nr.: 99005217
bei der Sparkasse Merzig-Wadern
BLZ: 59351040

Da wir eine kleine Spenden-Kampagne starten wollen freuen wir uns auch über kreative Banner und Widgets, die diese unterstützen.

Plone 3-Dokumentation unter BY-NC-SA

Logo von Plone

Für die Portal- und Content-Management-Software Plone 3 gibt es zunehmend Dokumentation im Netz. Neben plone.org, das v.a. englischsprachige Anleitungen für Endnutzer unter einer bisher unklaren Lizenzen enthält, ist für den gesamten Dokumentationsbereich unter plone.org/documentation die Creative Commons BY-NC-SA in Planung. Ein Posting von Steve MacMahon auf plone-docs besagt, dass in Zukunft möglichst alle Dokumentation unter plone.org/documentation unter BY-NC-SA in der Fassung 3.0 gestellt wird. (Zuvor sind wohl noch einige Dinge zu klären, weil wie so vielerorts verschiedene Seiten daran mitgeschrieben haben.)

Folgende auf deutsch verfassten Werke sind weiterhin eine Erwähnung wert: Unter BY-NC-SA steht das Plone-Benutzerhandbuch von Thomas Lotze und Jan Ulrich Hasecke. Ein weiteres Handbuch steht unter der GFDL: das Plone-Nutzerhandbuch von Veit Schiele.

Wir wünschen uns mehr Softwaredokumentation unter freien Lizenzen!

Netzwelt.de nutzt jetzt Creative Commons

Das Online-Magazin für IT & Consumer Electronics, Netzwelt.de, hat heute seine rund 20.000 Artikel unter die Creative Commons BY-NC-SA gestellt. Zu nicht-kommerziellen Zwecke können die Artikel kopiert und auch geremixt werden, solange die Weiterbearbeitungen wieder unter derselben Lizenz stehen. Und Netzwelt.de als Urheber genannt wird.

Es freut uns sehr, dass mit Netzwelt.de ein erstes größere deutsches Online-Portal seine Inhalte unter einer remix-fähigen Creative Commons Lizenz zur kreativen Weiternutzung zur Verfügung stellt. Wir sind gespannt, wer als nächstes angeregt wird, die eigenen Inhalte offen zu lizenzieren.

Blender-Projekt präsentiert: Big Buck Bunny

Die niederländische Blender-Foundation hat heute „Big Buck Bunny“ (Project Peach) veröffentlicht. Der 3D-Comic ist das zweite grössere Open Movie Projekt nach dem riesigen Erfolg von „Elephants Dream„. Fünf Künstler und zwei Entwickler haben sieben Monate lang im Blender Studio in Amsterdam zusammen den Film entwickelt. Wie “Elephants Dream” setzt Peach auch komplett auf Freier Software, offenen Formaten, Community-Beteiligung und einer freien Creative Commons Lizenzierung!

Für das Blender-Projekt ist der Film zugleich ein grossartiger Showcase, der sehr anschaulich zeigt, was man mit der freien 3D-Software anstellen kann. Der Film und sämtliche Rohdaten stehen selbstverständlich unter einer freien Creative Commons Lizenz. Das Kopieren und Remixen ist ausdrücklich auch zu kommerziellen Zwecken erlaubt und erwünscht.

Hier gibts unterschiedliche Download-Möglichkeiten, darunter verschiedene Formate und Bildgrössen. Bittorrent funktioniert derzeit am Besten. Der Film ist als Stream bei Vimeo zu finden:

Big Buck Bunny from Blender Foundation on Vimeo.

Teil des offenen Geschäftsmodells rund um Blender ist auch der Verkauf von Mehrwerten, wie z.B. einer DVD. Die wurde im Fall von „Elephants Dreams“ sehr häufig verkauft und half mit, das Projekt zu refinanzieren und auszubauen. Von Big Buck Bunny gibt es auch ein DVD-Set. Für 34.00 € erhält man zwei DVDs mit der HD-Version, Kommentaren der Machern, die gesamten Rohdaten (alle Texturen, Modelle, etc), Drehbuch und Storyboard und eine ausführliche Dokumentation und Tutorials. Wenn das mal keine Mehrwerte sind.

Hier gibts den Trailer:

Und hier hatte ich mal einen Vortrag über das Blender-Projekt mitgebloggt.

Das nächste Projekt läuft auch schon: Apricot Open Game. Sechs Menschen sollen in sechs Monate als Kernteam mit Support von verschiedenen 3D-Studios und der Community ein “Open Source Industrie quality Game” erstellen. Ich bin gespannt.

VIA OpenBook: Notebook-Design unter CC

Die Firma VIA hat das Design eines ihrer Mini-Notebooks unter der Creative Commons BY-SA-Lizenz veröffentlicht: VIA OpenBook. Auf der Projekt-Website können die CAD-Dateien heruntergeladen und anschliessend auch zu kommerziellen Zwecken verändert werden. Das ist mal eine etwas andere Herangehensweise an OpenHardware. Mal schauen, ob da noch mehr kommt.

Die Entscheidung ist interessant: VIA verdient vor allem Geld mit dem Verkauf von Prozessoren. Mit der Öffnung wird es kleineren Notebook-Herstellern erleichtert, auf Basis der VIA-Prozessoren und des offenen Designs eigene Notebook-Linien günstiger zu entwickeln.

Trailer von Iron Sky

Die finnischen Macher von Star Wreck haben einen ersten Trailer ihres Nachfolge-Projektes veröffentlicht: „Iron Sky„. Die Geschichte spielt in der nahen Zukunft. Im Jahre 1945 sind die Nazis auf den Mond ausgewandert und im Jahre 2018 kommen sie zurück auf die Erde. Wie bei der Star Treck-Parodie „Star Wreck“ erwartet einen sicherlich wieder lustiger finnischer Humor, gute Animationen und eine kollaborative Entwicklung. Der Trailer und das letztendliche Ergebnis stehen selbstverständlich unter einer Creative Commons Lizenz.

Im Gegensatz zu Star Wreck wird Iron Sky direkt in englisch verfilmt. Geplant wird mit einem Budget von fünf Millionen, was von finnischen Produzenten bereitgestellt wird. Immerhin war Star Wreck der erfolgreichste finnische Film. Dies lässt gleich viel mehr Produktion zu als ein Studio im WG-Wohnzimmer wie beim Erstlingswerk. Dabei wird man die gesammelten Erfahrung in der Online-Kollaboration ausbauen und viel mehr Beteiligung zulassen. Das Drehbuch hat Johanna Sinisalo geschrieben, die wohl die bekannteste Drehbuchautorin Finnlands ist.

Ich bin gespannt auf das Endergebnis. Das scheint das bisher grösste Open-Movie Projekt zu werden.