Trailer von Iron Sky

Die finnischen Macher von Star Wreck haben einen ersten Trailer ihres Nachfolge-Projektes veröffentlicht: „Iron Sky„. Die Geschichte spielt in der nahen Zukunft. Im Jahre 1945 sind die Nazis auf den Mond ausgewandert und im Jahre 2018 kommen sie zurück auf die Erde. Wie bei der Star Treck-Parodie „Star Wreck“ erwartet einen sicherlich wieder lustiger finnischer Humor, gute Animationen und eine kollaborative Entwicklung. Der Trailer und das letztendliche Ergebnis stehen selbstverständlich unter einer Creative Commons Lizenz.

Im Gegensatz zu Star Wreck wird Iron Sky direkt in englisch verfilmt. Geplant wird mit einem Budget von fünf Millionen, was von finnischen Produzenten bereitgestellt wird. Immerhin war Star Wreck der erfolgreichste finnische Film. Dies lässt gleich viel mehr Produktion zu als ein Studio im WG-Wohnzimmer wie beim Erstlingswerk. Dabei wird man die gesammelten Erfahrung in der Online-Kollaboration ausbauen und viel mehr Beteiligung zulassen. Das Drehbuch hat Johanna Sinisalo geschrieben, die wohl die bekannteste Drehbuchautorin Finnlands ist.

Ich bin gespannt auf das Endergebnis. Das scheint das bisher grösste Open-Movie Projekt zu werden.

JCast

JCast - der Jura Podcast

In der aktuellen Folge 34 von JCast, dem Jura-Podcast zum Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht, dreht sich alles um freie Lizenzen, Fair Use und Creative Commons. Professionell und umfassend bereitet JCast-Autorin Laura Dierking hier alles Wissenswerte zu GPL, CCPL, GFDL und Co. verständlich und interessant auf.

Endlich mal „Free Beer“ in Berlin

Dank newthinking, zeitgeisty, der Gasthausbrauerei Hops and Barley Berlin und allgemeiner Durstigkeit wird am 1. März 2008 ab 12:30 im Kreuzberger Vorort Friedrichshain in Berlin Bier nach dem Free-Beer-Rezept gebraut (um mal ganz pingelig zu sein möchte ich darauf hinweisen, dass die Brauanleitung wirklich völlig frei und ungeschützt ist, also nicht wirklich unter CC-Lizenz oder sonst irgendwelchen Systemen laufen kann – aber das nur am Rande). Gelöscht wird der Durst allerdings erst anlässlich der re:publica 08 im April. Und da sage nochmal jemand, ein gutes Pils brauche 7 Minuten …

Final Draft der deutschen CCPL 3.0 online

Nach Eingang einiger Anregungen aus der Community, Diskussionen auf den (immer zahlreicher werdenden internationalen) CC-Mailinglisten und einem Treffen der CC-Länderprojekte in Turin im Januar 2008 wurde der Entwurf für die deutsche BY-NC-SA 3.0 noch einmal überarbeitet. Dieser „Final Draft“ steht nun wie gehabt hier auf der Seite zur Ansicht bereit. Kommentare sind weiterhin willkommen, auch wenn der Entwurf sich nun nicht mehr grundlegend ändern dürfte. Dank geht erneut an alle, die sich eingebracht haben.

Dänische Verwertungsgesellschaft akzeptiert CC-Lizenzierung

In Dänemark sind offensichtlich manche Dinge möglich, die in Deutschland gerne für unmöglich erklärt werden. Zum Beispiel die Bereitschaft einer kontinental-europäischen Verwertungsgesellschaft für Musik, einem ihrer Mitglieder die CC-Lizenzierung eines Albums zu erlauben. So geschehen mit dem neuesten Album „small arm of sea“ von Tone, einer dänischen Sängerin und Produzentin. Ihre Verwertungsgesellschaft KODA übernimmt die Wahrnehmung der kommerziellen Zweitverwertung (Radio etc.) des Albums obwohl das Album parallel nach der CC-Lizenz BY-NC-ND 2.5 dk im Netz verfügbar ist und verbreitet werden kann. Hier scheint eine europäische Verwertungsgesellschaft also mit einer ganz normalen CC-Lizenz klarzukommen (im Gegensatz zum Pilotversuch der niederländischen Gesellschaften BUMA und STEMRA, die ihren CC-Pilotversuch zeitlich befristen, was nicht dem CC-Lizenzsystem entspricht). Bleibt zu hoffen, dass auch die deutschen Verwertungsgesellschaften irgendwann die Zeichen der Zeit erkennen und ihren Mitgliedern eigene Gestaltungswege öffnen.

Entwurf der deutschen BY-NC-SA 3.0 vorgestellt

Seit gestern ist der Entwurf für die deutsche BY-NC-SA 3.0 hier auf CC-DE online. Alle Interessierten sind aufgerufen, sich über die deutsche CC-Mailingliste zu Wort zu melden und den Entwurf zu diskutieren. Bis etwa Mitte Januar ist Zeit dazu, dann werden Änderungen eingearbeitet und die restlichen 5 Lizenzvarianten abgeschichtet. Dank an alle, die bisher so fleißig mitgemacht haben, insbesondere dem ganzen IfRI und dem „ATeam“!! (für Details siehe Credits)

Good News, everyone …


Foto von Frank Patzig unter CC
BY-NC-SA 2.0 US

Die Party war heftig, die Torte der Hammer (siehe links, sweet thx to CCi!!) und der Tschunk floss nicht zu knapp gestern in der c-base. Das war aber noch nicht alles, was der Partyabend zu bieten hatte.

Pünktlich zum 5. Geburtstag von Creative Commons gibt es nämlich gleich mehrere gute Nachrichten für das deutsche CC-Projekt:

 

 

 

 

 

 

  • Das Legal Project Lead, angesiedelt bei der EEAR im Saarland wird zukünftig offiziell durch ein Public Project Lead ergänzt. Für diese Aufgabe konnte Markus Beckedahl gewonnen werden, Mitbegründer von newthinking communications in Berlin und verantwortlich für das vielbeachtete Blog netzpolitik.org. Das Public Lead ist schwerpunktmäßig für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, und dass er dafür genau der Richtige ist, hat Markus Beckedahl bereits bei der Organisation der gestrigen Fünf-Jahre-Creative-Commons-Geburtstagsparty gezeigt (Bilder zur Party z.B. beim flickr-Stream von Stefan Kellner). Die bisherigen Mitglieder des deutschen CC-Projekts freuen sich schon sehr auf die zukünftige Zusammenarbeit.
  • Die beiden deutschen TLDs „creativecommons.de“ und „creative-commons.de“ wurden offiziell an CC-Deutschland übergeben. Sie waren vor Jahren von einem Domaingrabber registriert worden. Diesem kaufte die Berliner Firma mokono, u. a. Betreiberin von Blog-Plattformen unter blog.de, blog.fr und blog.co.uk, die deutschen CC-Domains ab und hielt sie bis zur Übergabe frei. Dank dafür im Namen des deutschen Projekts an Vasco Sommer-Nunes und das ganze mokono-Team!
  • Während der Geburtstagsparty konnte zudem verkündet werden, dass der Rohentwurf für die deutsche 3.0-Version der CC-Lizenzen fertig ist und noch im Laufe des Wochenendes hier auf der Homepage online gehen und über die deutsche CC-Mailingliste verschickt werden wird. John Weitzmann dankte allen Mitwirkenden für den unermüdlichen Einsatz, allen voran dem „ATeam“ (Affiliate Team) an der Uni Saarbrücken und Herrn Prof. Herberger, der die Arbeit an der Lizenz begleitet und mit seinem Institut für Rechtsinformatik unterstützt.

Fünf-Jahre-Creative-Commons-Party am 14. Dezember in Berlin

Am Freitag, den 14. Dezember 2007 findet in der c-base in Berlin die offizielle “Fünf-Jahre-Creative-Commons-Party” im Rahmen eines globalen CC-Party-Wochenendes statt. Der Eintritt ist frei.

John Weitzmann von Creative Commons Deutschland erklärt:

Vor fünf Jahren wurde in San Francisco Creative Commons gegündet. Die Idee damals war, eine Alternative zum Prinzip Alles-oder-Nichts aus dem klassischen Urheberrecht/Copyright zu bieten, die den heutigen Anforderungen von Netz, Kultur und Wissenschaft gerecht wird. Dieser andere Ansatz lautet „Share, Remix, Reuse – Legally” und bietet für das Streben nach kultureller Freiheit eine rechtliche Grundlage, ohne Urheberrechte in Frage zu stellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Begonnen wird um 21:11 Uhr mit Vorträgen, Animationen, Präsentationen und Diskussionen zum Thema. In verschiedenen Redebeiträgen werden unterschiedliche Aspekte von Freier Kultur vorgstellt:

  • Paul Keller von Creative Commons Niederlande berichtet über die europäische CC-Vernetzung und Projekte aus dem Nachbarland.
  • Lawrence Liang von Creative Commons India wird über die Erfahrungen und die Fortschritte der offenen Lizenzen in Indien und Asien erzählen.
  • Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe, wird in seinem Grusswort auf Paralleln zwischen Freier Software und Freier Kultur eingehen.
  • Jürgen Werwinski, Redaktionsleiter NDR-Online berichtet über Hintergründe und Erfahrungen zum Pilotversuch der Nutzung von Creative-Commons-Lizenzen beim NDR.
  • Markus Beckedahl von newthinking communications wird verschiedene weitere CC-Projekte aus Deutschland vorstellen.

Michelle Thorne von Creative Commons International freut sich:
Gefeiert wird dann ab 23:32 Uhr mit Musik, DJs, Visuals und allem, was zu einer richtigen Geburtstagsparty dazugehört. Die musikalische Begleitung kommt von Live-Acts des Pulsar-Records Netlabels.

Vasco Sommer-Nunes von Mokono zu einem geplanten Highlight: “Die Blogcommunity blog.de nimmt das Jubiläum von CC zum Anlass und überreicht die freigehaltenen Domains www.creativecommons.de und www.creative-commons.de als Geburtstagsgeschenk. blog.de unterstützt den Creative Commons-Gedanken und sieht sich selbst in der Verantwortung, die Freigabe und Vermehrung von Inhalten verstärkt zu fördern. So ist auch die blog.de-Community aufgerufen, sich an der Erhaltung eines gemeinsamen Materialpools im Internet aktiv zu beteiligen.”.

Über Creative Commons

Creative Commons ist eine Non-Profit-Organisation, die in Form von standardisierten Lizenzverträgen einen alternativen Rahmen für die Veröffentlichung und Verbreitung digitaler Medieninhalte anbietet und fortentwickelt. CC ist daher selber weder als Verwerter noch als Verleger von Inhalten tätig und ist auch nicht Vertragspartner von Urhebern und Rechteinhabern, die ihre Inhalte unter CC-Lizenzverträgen verbreiten wollen.

Durch die Erstellung der CC-Lizenzverträge ist den Rechteinhabern ein Mehr an Optionen an die Hand gegeben worden. Vorher hatten sie in der Regel nur die Wahl, ihre Inhalte entweder überhaupt nicht oder aber unter der Prämisse „alle Rechte vorbehalten“ zu veröffentlichen, sofern sie nicht selber die Expertise besaßen, differenzierte Lizenzverträge zu entwerfen. In den Zeiten von digitalen Medien und Internet hat sich diese eingeschränkte Auswahl immer mehr zu einer Behinderung von Kreativität entwickelt, die auch für Künstler spätestens dann spürbar wird, wenn sie mit ihren Arbeiten selber auf digitalen Inhalten anderer aufbauen
wollen.

Für weitere Infos auch interessant: http://creativecommons.org (Englisch), http://de.creativecommons.org (Deutsch).

Kontakt

John Hendrik Weitzmann
Legal Project Lead für CC Deutschland
c/o EEAR gGmbH
Torstraße 43a
66663 Merzig
www.eear.eu

Press Kit

http://creativecommons.org/presskit

NDR probiert es mit CC-Lizenz

Der NDR startet als erster deutscher TV-Sender ein Pilotprojekt zu CC-Lizenzierung und stellt ausgewählte Beiträge der Formate Zapp und Extra 3 nach Ausstrahlung unter der CC-Lizenz BY-NC-ND ins Netz. Damit sind zumindest einige Freiheiten von vorne herein eingeräumt.

Zitate aus der NDR-Presseerklärung:

NDR Intendant Prof. Jobst Plog: “Die Inhalte, die wir im Netz zur Verfügung stellen, haben unsere Zuschauer über die Rundfunkgebühr bereits bezahlt. Weil wir über das Internet speziell junge Zielgruppen erreichen, ist der Einsatz von Creative-Commons-Lizenzen für uns besonders interessant. Auf diese Weise tragen wir veränderten Nutzungsgewohnheiten Rechnung.”

Volker Herres, NDR Programmdirektor Fernsehen: “Wir wollen die Menschen mit unseren Angeboten erreichen – auf welchem Weg dies geschieht, ist sekundär. Den extra 3-Film von Olivia Jones auf dem NPD-Parteitag haben beispielsweise alleine bei youtube weit mehr als 250.000 angesehen. Das ist toll. Und vielleicht schaltet der eine oder andere beim nächsten Mal direkt das Original ein.”


Das Ganze soll erst einmal ein halbes Jahr lang laufen, weitere Informationen findet man auf den Webseiten des NDR und auf commonspage.net.

Rechtsstreit über Persönlichkeitsrechte

An verschiedenen Stellen (u. a. slashdot, flickr.com, Lessigblog) wird über einen Rechtsstreit berichtet, der die Verwendung des CC-lienzierten Fotos einer Schülerin durch Virgin Mobile Australia betrifft. Dieser Fall macht einmal mehr deutlich, dass es außer dem Urheberrecht an einem Werk auch noch andere Rechtsbereiche wie das Persönlichkeitsrecht abgebildeter Personen gibt – und dass CC-Lizenzen gerade keinen Weg in einen rechtsfreien Raum bieten.