Pilotprogramm zu Verwertungsgesellschaften und CC-Lizenzen in den Niederlanden

CC-Niederlande und die Niederländischen Musik-Verwertungsgesellschaften Buma und Stemra haben ein einjähriges Pilotprogramm zur Kombination von kollektiver Rechtewahrnehmung und freien Lizenzen gestartet (siehe CC-NL-Webseite). Dadurch wird nun erstmals in der praktischen Anwendung getestet, wie gut ein Nebeneinander von Wahrnehmungsverträgen und nicht-kommerziellen CC-Lizenzen handhabbar ist. Nach langem Zögern gehen nun also endlich auch europäische Verwertungsgesellschaften auf diejenigen Musiker zu, die gerne von CC-Lizenzen Gebrauch machen möchten. Abzuwarten bleibt nun neben dem Ergebnis des Pilotprojekts auch die Reaktion der GEMA und anderer kollektiver Rechteverwerter.

Lawrence Lessig tritt beiseite


Foto von Karen Rustad unter CC-BY 2.0

In seinem Hauptvortrag zum iSummit 2007 in Dubrovnik hat CC-Gründer Lawrence Lessig eine Schwerpunktverlagerung seiner Arbeit angekündigt. Er werde zwar weiter für Creative Commons arbeiten, allerdings nicht mehr als Sprecher der Organisation. Nach über zehn Jahren in der ersten Reihe der Free-Culture-Bewegung sei es für ihn an der Zeit, im eigenen Leben etwas zu verändern. Als neuen Schwerpunkt nannte Lessig sein früheres Spezialgebiet Verfassungsrecht, nun mit besonderem Augenmerk auf Korruptionsphänomene in der US-amerikanishen Politik. Diese Ankündigung verband Lessig mit dem Aufruf an die CC-Community, zukünftig noch stärker Respekt sowohl für die eigene Sache als auch für die Mitglieder der Sharing Economy einzufordern.

FSF erkennt CC-BY und CC-BY-SA als freie Lizenzen an

Die Free Software Foundation (FSF), verantwortlich u. a. für die Entwicklung der populären freien Lizenz GNU General Public License, hat die CC-Lizenzvarianten BY 2.0 und BY-SA 2.0 in die Liste der Lizenzen aufgenommen, die sie als „freie Lizenzen“ (für andere Inhalte als Software) ansieht.

Arte-Fernsehbeitrag zu Creative Commons

In der Sendung „Metropolis“ auf Arte wurde am 2. Juni unter anderem auch ein Beitrag von Susan Loehr über Creative Commons gesendet, überschrieben mit dem Titel „Im Namen des Schöpfers„. Stilecht steht der Beitrag unter einer CC BY-NC-SA 2.0 de Lizenz bis 9. Juni als Stream auf der Arte-Website bereit, wurde aber von fleißigen Leuten auch schon in vernünftigen Dateiformaten (zB OGG) runterladbar aufbereitet.

DE-Versioning von 2.0 zu 3.0 auf dem Weg

Die Anpassung der auf das deutsche Urheberrecht zugeschnittenen CC-Lizenzen von Version 2.0 auf 3.0 hat mittlerweile begonnnen. Da die Version 3.0 erhebliche Weiterentwicklungen aufweist, macht sich das „Affiliate Team“ an eine vollständige Neuübersetzung der Lizenztexte. Gegen Ende Juni soll dazu eine erste konsolidierte Fassung vorliegen, die dann auch über die öffentliche cc-de-Mailingliste zur Diskussion gestellt werden wird.

wissenschaftliche Beiträge willkommen

Egal ob Studien- oder Diplomarbeit, Bachelor-Thesis oder Seminarbeitrag, CC-Deutschland sucht wissenschaftliche Beiträge, die sich mit freien Lizenzen und Open Access allgemein oder sogar mit Creative Commons speziell beschäftigen. Aufgerufen sind nicht nur Juristen, sondern gerade auch andere Disziplinen wie Informations- und Kulturwissenschaften.

Wer also selber eine entsprechende Arbeit verfasst oder von solchen Arbeiten anderer gehört hat, kann uns das mitteilen. Es wird demnächst dann hier auf der Seite einen eigenen Bereich geben, in dem die Arbeiten präsentiert werden.

Neues Project Lead für CC-Deutschland

Zum 1. Februar 2007 haben die Europäische EDV-Akademie des Rechts (EEAR) und das Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes das Legal Project Lead für CC-Deutschland übernommen. Als erste größere Aufgaben stehen nun eine Überarbeitung der deutschsprachigen FAQs und die Übersetzung der generischen 3.0-Lizenzen ins deutsche Urheberrecht auf dem Programm.

Darüber hinaus sind wir natürlich immer auf der Suche nach neuem CC-lizenzierten Content, auch aus dem deutschsprachigen Raum. Alle Urheber und Webnutzer sind herzlich eingeladen uns auf neue Projekte in dieser Richtung hinzuweisen. Gerne helfen wir auch beim Publizieren, zum Beispiel bei Fragen rund um die Auswahl der richtigen Lizenz.

Generic-Lizenzen erreichen Version 3.0

3.0 now available
Bild von creativecommons.org, CC BY.

The latest version of the Creative Commons licenses — Version 3.0 — are now available. To briefly recap what is different in this version of the licenses:

Separating the “generic” from the US license

As part of Version 3.0, we have spun off the “generic” license to be the CC US license and created a new generic license, now known as the “unported” license. For more information about this change, see this more detailed explanation.

Harmonizing the treatment of moral rights & collecting society royalties

In Version 3.0, we are ensuring that all CC jurisdiction licenses and the CC unported license have consistent, express treatment of the issues of moral rights and collecting society royalties (subject to national differences). For more information about these changes, see this explanation of the moral rights harmonization and this explanation of the collecting society harmonization.

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Code 2.0 unter CC-Lizenz erschienen

Code 2.0Lange mussten Interessierte warten, doch jetzt hat CC-Gründer Lawrence Lessig eine Neuauflage seines einflussreichen Buches „Code and other Laws of Cyberspace“ von 1999 veröffentlicht, diesmal natürlich unter einer CC-Lizenz. In den sieben Jahren seither hat sich vieles im Cyberspace verändert. Manche von Prof. Lessigs Prognosen sind nicht eingetreten, viele schon, einiges wird sich erst noch zeigen. „Code 2.0“ schreibt daher die Aussagen der ersten Auflage aus heutiger Sicht fort und enthält Verweise auf viele inzwischen erschienene Arbeiten von anderen.

Als gutes Beispiel für die „Read-Write-Economy“ ist das Buch einerseits teilweise in Kooperation über ein Wiki entstanden, andererseits ist es durch die CC-BY-SA-Lizenz mit der Freiheit ausgestattet, heruntergeladen, elektronisch weitergegeben und von jedermann bearbeitet zu werden (vorausgesetzt der Name des ursprünglichen Autors wird genannt – BY – und alle Bearbeitungen werden unter denselben Bedingungen weiterverbreitet – SA). Aber auch gekauft werden kann es, was in vielen Fällen auch günstiger sein dürfte als die 424 Seiten selber zuhause auszudrucken.