CC-Dossier bei iRights.info

In halb-eigener Sache: Bei iRights.info ist ein Dossier zu Creative Commons entstanden, in dem diverse (teils aktualisierte) frühere Beiträge, Meldungen und Analysen zu vielen Aspekten des CC-Ansatzes nun zusammen gefasst sind. Da geht es auch und gerade nicht nur um Rechtstechnisches, querlesen lohnt sich bestimmt unter http://irights.info/dossier/creative-commons

Jetzt abstimmen für frei lizenzierte MOOCs

Wer mit der Überschrift nichts anfangen kann, möge sich über die Wikipedia informieren, was MOOCs sind. Mitunter wird dieses derzeit sehr populäre Format von Online-Kursen auch als bloß neues Wort für das alte Konzept Telekolleg angesehen. Aber das ist natürlich etwas polemisch, ähnlich wie die Diskussion um „Gute MOOCs und böse MOOCs“ bei der diesjährigen re:publica. MOOCs sind erst einmal ein neutrales Konzept und sie können mehr sein als das gute alte Telekolleg oder ein Vorlesungsvideo mit ein paar Extras. Und dieses Mehr wird noch mehr, wenn die dafür verwendeten und dabei entstehenden Materialien auch nachnutzbar sind. Das wiederum sind sie bekanntlich etwa dann, wenn sie unter freien CC-Lizenzen wie der BY oder auch der BY-SA veröffentlicht werden. Soweit so bekannt, doch es tut sich was in Deutschland in Sachen MOOCs. „Jetzt abstimmen für frei lizenzierte MOOCs“ weiterlesen

Ungewollte Nebenwirkungen von NC erklärt

Die meisten Kenner des CC-Lizenzmodells bekommen einen leicht genervten Gesichtsausdruck, wenn man sie nach Pro und Contra der Lizenzbedingung „NC – nur nicht-kommerzielle Nutzung erlaubt“ fragt. Über nichts sonst wird schon so lange und so verbissen gestritten, unter CC-Aktivisten genauso wie unter Externen. Zugleich wird bei mehr als der Hälfte aller Einzellizenzierungen, bei denen CC-Lizenzen zum Einsatz kommen, solche mit NC gewählt. Der Grund ist unbestritten der legitime Wunsch nach Schutz davor, dass eigene freigegebene Werke vom Big Business ausgebeutet werden, ohne dass die Urheberin oder der Urheber daran beteiligt wird. Viele, die daher zu einer CC-Lizenz mit dem Modul „NC“ greifen, wissen allerdings nicht, welche Nebenwirkungen diese so populäre Einschränkung mit sich bringt – und sie wollen diese Nebenwirkungen meist auch nicht. „Ungewollte Nebenwirkungen von NC erklärt“ weiterlesen

Sterne, Raumschiffe und mehr (auf DLR-Bildern) jetzt unter CC-Lizenzen

Wie Marco Trovatello vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Mathias Schindler von Wikimedia Deutschland berichten, wird Bildmaterial des DLR jetzt standardmäßig unter einer der 6 CC-Lizenzen online verfügbar gemacht (jedenfalls soweit das DLR alleine die Rechte daran besitzt). „Sterne, Raumschiffe und mehr (auf DLR-Bildern) jetzt unter CC-Lizenzen“ weiterlesen

Open-Content-Leitfaden der UNESCO erklärt CC

Die deutsche UNESCO-Kommission hat heute ihre Publikation „Open Content Lizenzen – Ein Leitfaden für die Praxis“ vorgestellt. Verfasser ist Dr. Till Kreutzer, Urheberrechtsanwalt in Berlin und Mitbegründer von iRights.info. Er ist Mitglied im zuständigen Fachausschuss der UNESCO-Kommission und erklärt im Leitfaden (PDF) anhand des CC-Modells die rechtssichere Verwendung von Open-Content-Lizenzen, wobei er vor allem Unternehmen, Institutionen und Organisationen im Blick hat. Sie tun sich oft noch schwer damit, freie Lizenzen für eigenes Material einzusetzen und freigegebene Inhalte selbst zu nutzen. Der Leitfaden ist aber auch für alle anderen Interessierten bestens geeignet, um das CC-Lizenzmodell schnell zu begreifen (und er steht unter CC BY-NC 3.0 de).

Neue Auswertung findet mehr als 400 Mio Creative Commons lizenzierte Werke

In dem hier bereits empfohlenen Buch „The Power of Open“ wurden einige Statistiken zur CC-Nutzung aufgestellt. Über 400 Millionen nutzen die vor 8 Jahren vorgestellten Lizenzen.

Mit der Zeit hat dabei erfreulicherweise der prozentuale Anteil freier Lizenzen (CC-BY & -SA) zugenommen: Sie machen jetzt 40% aus.

Die verwendeten Daten kann man sich hier herunterladen und selbst weiter analysieren. Auf creativecommons.org wird sich auch mit anderen Fragen auseinandergesetzt, so zum Beispiel mit der sozioökonomischen Wirkung.

headphonica leidet unter Cybersquatting

Das 2006 gegründete Netlabel headphonica ist vor Kurzem Opfer einer seltsamen Domainübernahme geworden. Nun wird ihre alte Seite von den neuen Domainbesitzern – inklusive Teilen der insgesamt 80 bisherigen cc-lizenzierten Releases – weitgehend unverändert weiterbetrieben und wurde den Headphonica-Gründern zum Rückkauf angeboten.

Wer sich rechtlich an dem Fall versuchen möchte, ist hiermit herzlich dazu aufgerufen (Kontaktdaten am Ende der Seite), vor allem aber ist dies ein Aufruf an alle, ihre alten Links zur headphonica-Seite auf deren neue Domain headphonica.com zu ändern.

Hier ist die ganze Geschichte:

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Interessantes im Umfeld der „all2gethernow“

Den Kern der anstehenden Popkomm-Nachfolgerin „all2gethernow“ (a2n) bilden das Camp und die anschließende Konferenz. Aber auch drumherum finden einige sehr spannende Dinge statt, von denen wir an dieser Stelle drei vorstellen möchten: „Interessantes im Umfeld der „all2gethernow““ weiterlesen

SZ-Artikel: „Wissen kann kein Eigentum sein“

In der Süddeutschen hat Prof. Rainer Kuhlen, Informationswissenschaftler von der Uni-Konstanz, am 25. August unter dem Titel „Wissen kann kein Eigentum sein – Warum gibt es noch eine exklusive kommerzielle Verwertung von wissenschaftlichen Werken, die mit öffentlichen Mitteln hergestellt wurden?“ einen streitbaren Artikel zur Problematik des häufig monopolisierten Zugangs zu wissenschaftlichen Werken veröffentlicht [ODT] [PDF]. Als Mitinitiator des Aktionsbündnisses „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ hat er bereits langwierige Lobby-Schlachten rund um die so genannten Körbe 1 und 2 zum Urheberrechtsgesetz durchgefochten und weiß daher besser als die meisten anderen, wie es steht um Open Access in der deutschen und europäischen Wissenschaftslandschaft.