Netzpolitische Jahresrückblicke unter CCPL erschienen

Im Dezember sind gleich zwei Publikationen erschienen, die das Jahr 2012 in netzpolitischer Hinsicht Revue passieren lassen:

Den Anfang machte iRights.info (über den gerade gegründeten Eigenverlag iRights Media) mit „Das Netz 2012 – Jahresrückblick Netzpolitik„, einem Magazinformat von 140 Seiten mit Beiträgen u. a. von Prof. Wolfgang Kleinwächter, Johnny Haeusler, Constanze Kurz, Till Kreutzer und Wolfgang Blau und mehreren Interviews, u. a. mit Datenschützer Peter Schaar. Es enthält auch Monatsübersichten, die die netzpolitischen Ereignisse des Jahres übersichtlich darstellen.

Heute ist dann das „Jahrbuch Netzpolitik 2012“ im ebenfalls neuen Eigenverlag der Blogger von netzpolitik.org erschienen, zunächst nur elektronisch und im klassischen Buchformat mit über 260 Seiten und Beiträgen u. a. von Ben Scott, Prof. Felix Stalder, Joi Ito und ebenfalls Johnny Haeusler und Constanze Kurz. Beide Rückblicke stehen jeweils unter einer CC-Lizenz und im Rückblick von netzpolitik.org spielt CC auch inhaltlich eine hervorgehobene Rolle, sind doch allein die ersten 27 Seiten mit einem Beitrag von Leonhard Dobusch und einem Interview mit Prof. Lawrence Lessig vollständig dem alternativen Ansatz von Creative Commons gewidmet.

iRights.info und HBS: Copy.Right.Now!

cover_copyrightnowGestern ist in der Reihe Schriften zu Bildung und Kultur“ der Heinrich-Böll-Stiftung unter dem Titel „Copy.Right.Now!“ eine Sammlung von Plädoyers für ein grundlegendes Umdenken im Urheberrecht erschienen. Es handelt sich dabei um das Ergebnis einer Kooperation der Stiftung mit dem Projekt iRights.info und die insgesamt 18 Beiträge und Interviews des Buches beziehen mit Lawrence Lessig, Jeanette Hofmann, Jonathan Lethem und Cory Doctorow auch Sichtweisen von jenseits des Atlantiks mit ein.

Aus der Mitteilung bei iRights.info:

Das geltende Urheberrechtsregime reibt sich zunehmend an der digitalen Alltagswirklichkeit. Während es ursprünglich als ein auf den „genialen” Schöpfer zugeschnittenes Schutzrecht gegen Missbrauch konzipiert war, verstoßen wir, ob gewollt oder unbeabsichtigt, täglich gegen bestehendes Recht. Verlustfreies Kopieren gilt den einen als Zugewinn an Freiheit, den anderen als Einschränkung von künstlerischer Verfügungsgewalt und drohender Einnahmenverlust. Ein Ende der „Copyright Wars“ erfordert ein politisches und rechtstheoretisches Neudenken.

Das Buch ist zunächst als PDF und ab 15. April dann auch gedruckt kostenlos bei der Heinrich-Böll-Stiftung erhältlich. Bestelldaten:

Schriften zu Bildung und Kultur, Band 4:
Copy.Right.Now!
Plädoyers für ein zukunftstaugliches Urheberrecht
Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung
In Zusammenarbeit mit iRights.info
Berlin, April 2010, 140 Seiten
ISBN 978-3-86928-031-8

Bestelladresse:
Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Tel. 030-285340
Fax: 030-28534109
E-mail: info@boell.de

Commons im Buch: „Wem gehört die Welt?“

Nach einigem Vorlauf und großartiger Koordination durch Silke Helfrich (commonsblog), die dabei durch die Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt wurde, ist gerade das Buch „Wem gehört die Welt?“ im Oekom-Verlag erschienen. Es vereint über 30 Einzeltexte zum Thema Allgemeingüter und Umgang damit und spannt dadurch einen zumindest in deutscher Sprache bisher einmaligen Bogen über diesen sehr umfangreichen Bereich, inklusive des Versuchs einer definitorischen Annäherung an den Begriff der „Commons“. Mit dabei sind klangvolle Namen wie Yochai Benkler, David Bollier und Richard Stallman. „Commons im Buch: „Wem gehört die Welt?““ weiterlesen

Buch: „Little Brother“ auf Deutsch

Das Buch „Little Brother“ des Science-Fiction Autoren Cory Doctorow gibt es jetzt als Fan-Übersetzung auf Deutsch (PDF). Möglich macht dies die Verwendung einer Creative Commons Lizenz, die Cory Doctorow bei all seinen Büchern und Geschichten verwendet. Christian Wohrl hat sich die Mühe der Übersetzung gemacht und teilt das Ergebnis weiter.