CC veröffentlicht aktuellen Report „State of the Commons“

Zur Eröffnung des diesjährigen „Creative Commons Global Summit“ in Toronto haben CC’s CEO Ryan Merkley und die bei CC für Kooperationen zuständige Jane Park den aktuellen Report „State of the Commons“ vorgestellt. Darin sind noch einmal umfangreichere Daten über Anzahl und Verbreitung freigegebener Inhalte zu finden als in der vorigen Ausgabe. Zusätzlich gibt es auch wieder Kurzvorstellungen beispielhafter Institutionen, Projekte, Initiativen und Gruppen, die CC-Lizenzen einsetzen. Dank der Mithilfe vieler Freiwilliger ist der Report diesmal in 13 Sprachen verfügbar, darunter auch auf Deutsch. Letzteres wurde möglich durch die Hilfe von Anke Obendiek, Daniel Hürlimann, Paul Klimpel, Alexander Baratsits und Simon Schlauri.

State of the Commons – Infografik jetzt auch auf Deutsch

Nachdem der „State of the Commons Report“ nun veröffentlicht ist und einiges Interesse auf sich gezogen hat, gibt es hier nun auch die dazugehörige Infografik auf Deutsch übersetzt (verlinkt auf die volle Größe von 966 x 5579 Pixel, demnächst auch unter https://stateof.creativecommons.org/ direkt):

 
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Alle warten auf den „State of the Commons Report“ von CC

stateofccBringt dieses ganze Freigeben von Inhalten überhaupt etwas? Nutzt das jemand und wächst die kreative Allmende wirklich oder ist das eher Wunschdenken?



Das fragen sich wahrscheinlich vor allem diejenigen, die CC und seine Tools zwar kennen, aber doch eher sporadisch damit in Berührung kommen. Deshalb, und auch um den gesellschaftlichen Wert der Commons besser verständlich zu machen, hat CC für heute die Veröffentlichung des „State of the Commons Report“ angekündigt, hier der Tweet:



Mehr dazu dann im Laufe des Tages auf http://creativecommons.org/ und überall sonst im Netz unter #stateofcc

Sterne, Raumschiffe und mehr (auf DLR-Bildern) jetzt unter CC-Lizenzen

Wie Marco Trovatello vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Mathias Schindler von Wikimedia Deutschland berichten, wird Bildmaterial des DLR jetzt standardmäßig unter einer der 6 CC-Lizenzen online verfügbar gemacht (jedenfalls soweit das DLR alleine die Rechte daran besitzt). „Sterne, Raumschiffe und mehr (auf DLR-Bildern) jetzt unter CC-Lizenzen“ weiterlesen

Normdaten: Deutsche Nationalbibliothek kündigt Umstellung auf CC0 an

Nach der Freigabe von Katalogdaten durch öffentliche Bibliotheken Bayerns und Brandenburgs kündigt sich nun ein weiterer erfreulicher Schritt an. Laut Ankündigung in einer Rundmail wird die Deutsche Nationalbibliothek ihre Normdaten (Verzeichnisse zur Festlegung von Namen, Bezeichnungen, Schlagworten u.v.m.) mittels CC0 freigeben. „Normdaten: Deutsche Nationalbibliothek kündigt Umstellung auf CC0 an“ weiterlesen

DDC Deutsch unter CC freigegeben

Ganz im Sinne von Open Science wird seit kurzem eine der wichtigsten Ressourcen des Bibliothekswesens mittels CC-Lizenz ein Stück weit befreit:

Die „Dewey-Dezimalklassifikation“ (DDC) dient seit dem 19. Jahrhundert, vor allem im englischsprachigen Raum, zur inhaltlichen Erschließung von Texten und gibt in amerikanischen Bibliotheken auch häufig die Regalsortierung vor. Die deutsche Übersetzung der DDC wird über die Verwendung durch die Deutsche Nationalbibliothek immer mehr zum Standard auch für die hiesige Bibliothekslandschaft. Sie ist nun allgemein unter CC-BY-NC-ND 3.0 unported verfügbar. Das zielt darauf ab, mehr Institutionen direkten Zugriff auf alle Ebenen der DDC zu gewähren. In der Pressemitteilung der DNB heißt es dazu:

Die deutsche Fassung der DDC in MelvilSearch kann ab sofort für nicht-kommerzielle Zwecke frei genutzt und weitergegeben werden unter der Voraussetzung, dass OCLC als Rechteinhaber genannt und die Daten nicht inhaltlich bearbeitet oder verändert werden. Damit wird es zum Beispiel erstmals möglich, uneingeschränkt Notationen und Klassenbenennungen gemeinsam – auch in eigenen (Web-)Anwendungen – anzuzeigen.

Bisher war dies lediglich für die ersten drei Ebenen der DDC möglich. Das bedeutete, dass ohne Lizenz nur die obersten 1000 Klassen vollständig nutzbar waren. Je genauer aber klassifiziert werden soll, desto mehr Unterklassen werden gebraucht (was dann letztlich lange Zahlenreihen ergibt, die durch Punkte unterbrochen sind und daher ein wenig an IP-Adressen erinnern).

Dr. Heidrun Alex von der DNB teilte uns dazu weiter mit:

Ab der 4. Ebene war es nur möglich, entweder die Notation oder die Klassenbenennung anzuzeigen. Diese Einschränkung galt generell, also unabhängig davon, ob die Institution, die die DDC nutzt, kommerziell oder nicht kommerziell ist. Sie gilt auch weiterhin für die englische Ausgabe und für alle Übersetzungen, außer für die deutsche. Mit dem neuen Lizenzvertrag für die DDC Deutsch wird diese Einschränkung erstmals aufgehoben (und auf längere Sicht sind weitere Schritte zu erwarten!). Bei den nicht-kommerziellen Nutzern ist vorrangig an Kultur-, Forschungs- und Bildungseinrichtungen gedacht. Als Beispiel sind die ViFas im Rahmen von vascoda zu nennen.

Weitere Informationen zu Klassifikationen gibt es natürlich auch in der Wikipedia.

Freiheit für User-Ratings

Nutzerbewertungen sind in vielen Kontexten zu einem wichtigen Instrument geworden. In den rechtlichen Vorgaben sehen die Betreiber der entsprechend ausgestatteten Plattformen allerdings meistens vor, dass sie selbst alle Rechte an eingehenden Bewertungen erhalten. Abgesehen davon, dass diese Vorgehensweise manchen einfach schon von der dahinterstehenden Philosophie her stören dürfte, fördert sie erkennbar auch die Monopolbildung im Netz. Elaborierte Bewertungen gibt man aus Zeitgründen selten auf mehreren Portalen ein, und da sie nicht von anderen Anbietern übernommen werden dürfen, bleiben diejenigen Sites bei der Anzahl (und oft auch bei der Qualität) der Bewertungen führend, die eh schon die Marktführerschaft innehaben. Das zu ändern ist das Ziel von Open Critics. Es handelt sich um eine Plattform, über die Nutzerbewertungen in andere Sites eingebunden, zentral gesammelt und auf diese Weise netzweit genutzt werden können. Die Aneignung durch irgendwen wird dabei mittels der Lizenz CC-BY-ND 2.0 de verhindert.

Neu im Programm: CC0

Bei O’Reillys Emerging Technology Conference hat Joi Ito letzte Woche ein neues Werkzeug in der Palette von Creative Commons vorgestellt: Es nennt sich „CC0“ (sprich „CC zero“) und ersetzt grundsätzlich die manchen vielleicht bekannt gewesene „Public Domain Dedication and Certification“.

Die Idee dahinter ist, eine Möglichkeit zur völligen Aufgabe aller eigenen Schutzrechte an einem bestimmten Inhalt zu schaffen. Wie bei den 6 Kernlizenzen von CC auch, wird bei CC0 eine privatrechtliche Erklärung zur Lockerung des gesetzlichen Standardschutzes genutzt. Im Fall von CC0 wird der Schutz auf Null gebracht und dadurch vorzeitig der Zustand hergestellt, der eintritt, wenn der gesetzliche Schutz durch Zeitablauf ausläuft.  „Neu im Programm: CC0“ weiterlesen

OpenStreetMap.org

OpenStreetMap

Obwohl Google mit seinem kostenlosen Google-Maps kaum Wünsche offen lässt, geht so etwas doch noch etwas freier und unabhängiger. Das beweist das Projekt OpenStreetMap, bei dem Geo Tagging mit dem Wiki-Prinzip kombiniert wird, um nach und nach eine von den Benutzern generierte Weltkarte mit Geoinformationen aufzubauen.

Noch steckt das Ganze zwar etwas in den Kinderschuhen, aber vor allem in England, Deutschland, Österreich und Frankreich gibt es schon so manche erfasste Ecke zu besichtigen. Wer gerne die oder der Erste sein will, der einen bestimmten Landstrich kartographiert, hat trotzdem noch reichlich Gelegenheit dazu.

Alle Daten des OpenStreetMap-Wikis stehen unter der CC-Lizenz Namensnennung-Gleiche Bedingungen 2.0 der ganzen Welt zur Verfügung.

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Logo OpenDrawCommunity

Wie man gemeinsam kreativ wird mittels CC-Lizenzen zeigt die OpenDrawCommunity. Auf dieser Plattform können Bahnmodellbau-Begeisterte ihre selbstentworfenen Bauvorlagen im SVG-Format präsentieren, mit anderen Usern austauschen und deren Vorlagen weiterentwickeln. All dies passiert nach den Regeln der CC-Lizenz BY-NC-SA 2.0 de. Martin Fay, einer der Initiatoren der OpenDrawCommunity, nennt diesen Ansatz „Open Source Modellbau“.