5 Beispiele, wie rechtliche Regeln die Bildung behindern [Update]

Man hört oft die Beschwerde, das Urheberrecht sei viel zu kompliziert, um es zu verstehen, und in Wirklichkeit laufe es doch eh nochmal ganz anders. Das stimmt zwar zum Teil, aber dennoch wissen die wenigsten, wie es denn nun wirklich läuft mit den Rechten und so. Communia, eine aus dem Communia-Projekt hervorgegangene kleine NGO, die sich vor allem um die Rolle der Gemeinfreiheit in der digitalen Welt kümmert, hat mal wieder einen interessanten Beitrag auf Medium veröffentlicht. Darin wird anhand von fünf Beispielen, die aus ganz Europa zusammen gesammelt wurden, erklärt, inwiefern (schlechte) urheberrechtliche Regeln im Schulalltag teils absurde Verbote erzeugen:

https://medium.com/copyright-untangled

Disclaimer: Creative Commons ist Mitglied bei Communia.

Update 21.01.2016:
Das Ganze gibt es bei irights.info auch als deutsche Übersetzung.

Das Bündnis Freie Bildung bezieht Position

Bündnis Freie Bildung - PositionspapierVor etwas über einem Jahr haben Wikimedia Deutschland, die Open Knowledge Foundation Deutschland und CC DE das “Bündnis Freie Bildung” auf die Schiene gesetzt. Inzwischen sind mit Serlo.org, der Free Software Foundation Europe und der Technologiestiftung Berlin weitere starke Partner hinzugekommen. Das Bündnis will erreichen, dass die Argumente für den Einsatz frei nutzbarer Bildungsmaterialien (weltweit bekannt als Open Educational Resources, OER) auf der politischen Ebene in Deutschland eine stärkere Stimme erhalten. Den Verantwortlichen in Staats- und Senatskanzleien soll ebenso wie den Mitgliedern der Parlamente deutlich gemacht werden, welche Möglichkeiten in OER stecken und was politisch, rechtlich und organisatorisch notwendig ist, um möglichst viel davon Wirklichkeit werden zu lassen. Heute stellt das Bündnis sein zentrales Positionspapier „Der Weg zur Stärkung freier Bildungsmaterialien“ der Öffentlichkeit vor. Es wird über die Zeit nach Bedarf verändert und fortgeschrieben werden und zeigt die Standpunkte auf, von denen sich das Bündnis leiten lässt. Wir hoffen auf rege Debatten rund um diese Standpunkte und darüber hinaus, nicht nur mit Politikern.

Mehr wissen über „Open“

Zusammen mit der Peer 2 Peer University (P2PU, Website leider bisher nicht auf Deutsch) arbeitet CC an einem neuen thematischen Studienangebot, gewissermaßen einem „Studiengang“ oder „Fachbereich“ innerhalb der P2PU. Diese „School of Open“ soll Wissen über Funktionen von / Umgang mit offenen Werkzeugen, Prozessen und Lizenzen vermitteln. Im Moment wird noch fleißig an der Strategie und Struktur der Schule gearbeitet, und zwar auch in Berlin:

Am 26.7. von 16 – 19 Uhr veranstalten P2PU, Mozilla und CC einen School of Open Challenges Workshop (Hack Jam) beim Agora Collective in Berlin-Neukölln. Wer in dieser spannenden Phase der School of Open mitmachen will, sollte sich rechtzeitig anmelden.

Weitere Infos über die Grundidee hinter der School of Open findet man hier. Es gibt übrigens innerhalb der P2PU schon die School of Webcraft, School of Social Innovation, School of Mathematical Future und die School of Education. Ebenfalls in Vorbereitung ist die School of Data.



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