Paper zu CC-NC-Lizenzen und Verwertungsgesellschaften

Da die EU-Mitgliedsstaaten bis April 2016 Zeit haben, die neue EU-Richtlinie zur kollektiven Rechtewahrnehmung umzusetzen, haben sich Prof. Axel Metzger und Tobias Heinemann in einer gerade erschienenen Analyse den Status Quo und die denkbaren Optionen für die Zukunft angesehen. Es geht dabei vor allem um die Vorgabe der Richtlinie, nach der Urheberinnen und Urheber zukünftig trotz Mitgliedschaft in einer Verwertungsgesellschaft (VG) nicht-kommerzielle Freigaben selbst vornehmen können sollen. Hier fragt sich, ob, wie und durch wen CC-Lizenzen mit der Einschränkung „NC“ eingesetzt werden können, um nicht-kommerzielle Nutzungen zu erlauben. „Paper zu CC-NC-Lizenzen und Verwertungsgesellschaften“ weiterlesen

Schutzfristverlängerung: Geiselnahme mit Ansage

Die Großen der Musikindustrie geben eine Sondervorstellung in brillantem Lobbyismus, spannen die Studiomusiker vor ihren Karren und lassen die übrige Wirtschaft und die Bürger der EU die Rechnung zahlen. Jahrzehnte länger geschützt bleiben soll ein noch immer lukrativer Bruchteil der Aufnahmen populärer Musik aus den 1960er Jahren. In Kauf nehmen soll die europäische Kulturlandschaft dafür als Kollateralschaden ein noch maßloser werdendes, rückwirkend ausgedehntes Wegsperren des gesamten aufgenommenen Kulturerbes. Für iRights.info und finanziert durch Wikimedia Deutschland e.V. haben wir diese Vorgänge in einem Dossier auf Deutsch und Englisch zusammengefasst (das natürlich unter CC BY 3.0 de steht und voraussichtlich diese Woche auch noch gedruckt vorliegen wird). „Schutzfristverlängerung: Geiselnahme mit Ansage“ weiterlesen

Bis 20.9. offen: Konsultation der EU zu Kulturerbe online

Die EU-Kommission hat einen „Ausschuss der Weisen zur Online-Verfügbarkeit von Europas Kulturerbe“ (!) eingerichtet, der darüber reflektieren soll, wie es dem kulturellen Erbe Europas in der digitalen Welt ergehen wird bzw. ergehen soll. Diese Gruppe hat nun eine öffentliche Konsultation zu ihrer Aufgabe eröffnet, an der grundsätzlich jede/r teilnehmen kann. Vom etwas seltsamen Titel des Ausschusses einmal abgesehen, ist die Konsultation eine ziemlich sinnvoll aufgebaute Online-Umfrage, die in weniger als 15 Min ausgefüllt werden kann. Noch bis zum 20.9. ist das möglich und wird hoffentlich von möglichst vielen getan.