Posterwettbewerb für den CC Global Summit

Der erste CC Global Summit seit 2008, diesmal in Warschau, wirft seine Schatten voraus: Die Agentur Loftwork aus Japan, die bereits mehrfach für commonsbezogene Publikationen Artworks geliefert hat, hat unter dem Motto „Powering an Open Future“ einen Posterwettbewerb zum Summit ausgerufen. Bis 22. August können Beiträge eingereicht werden. Zu gewinnen gibt es für die beiden Gewinner die große Sichtbarkeit beim/rund um den Summit in Warschau (und im Netz natürlich) und einen professionellen Digitaldruck ihres Posters.

CC-Konferenz 2011 in Warschau

Zwischen 2005 und 2008 war es zu einem wichtigen Ankerpunkt für Initiativen und Aktivisten der netzbasierten Bürgergesellschaft geworden, dass Creative Commons zusammen mit iCommons und weiteren Partnern jährlich eine große Konferenz organisierte, den iSummit. Nach Boston, Rio de Janeiro und Dubrovnik war der iSummit ’08 im japanischen Sapporo der vorerst letzte seiner Art gewesen, denn im folgenden Jahr schlug die Finanzkrise zu und zwang CC dazu, massiv die Ausgaben herunter zu fahren. Inzwischen ist einiges geschehen, CC als Organisation neu strukturiert worden und wieder ausreichende Mittel vorhanden, ein internationales Treffen auf die Beine zu stellen. Es wird vom 16. bis 18. September in Warschau stattfinden, mit organisiert vom dortigen CC-Projekt unter Alek Tarkowski. In der Vergangenheit gingen von den Treffen immer entscheidende Impulse aus und auch diesmal sind schon ein paar Kernthemen abzusehen, wie etwa der Einstieg in eine weitere Lizenzversion 4.0, der Umgang mit fortschreitender Internationalisierung von CC und der Einsatz von CC-Lizenzen für Daten. Sobald weitere Informationen verfügbar werden, mehr dazu hier in den News.

Lawrence Lessig tritt beiseite


Foto von Karen Rustad unter CC-BY 2.0

In seinem Hauptvortrag zum iSummit 2007 in Dubrovnik hat CC-Gründer Lawrence Lessig eine Schwerpunktverlagerung seiner Arbeit angekündigt. Er werde zwar weiter für Creative Commons arbeiten, allerdings nicht mehr als Sprecher der Organisation. Nach über zehn Jahren in der ersten Reihe der Free-Culture-Bewegung sei es für ihn an der Zeit, im eigenen Leben etwas zu verändern. Als neuen Schwerpunkt nannte Lessig sein früheres Spezialgebiet Verfassungsrecht, nun mit besonderem Augenmerk auf Korruptionsphänomene in der US-amerikanishen Politik. Diese Ankündigung verband Lessig mit dem Aufruf an die CC-Community, zukünftig noch stärker Respekt sowohl für die eigene Sache als auch für die Mitglieder der Sharing Economy einzufordern.