Normdaten: Deutsche Nationalbibliothek kündigt Umstellung auf CC0 an

Nach der Freigabe von Katalogdaten durch öffentliche Bibliotheken Bayerns und Brandenburgs kündigt sich nun ein weiterer erfreulicher Schritt an. Laut Ankündigung in einer Rundmail wird die Deutsche Nationalbibliothek ihre Normdaten (Verzeichnisse zur Festlegung von Namen, Bezeichnungen, Schlagworten u.v.m.) mittels CC0 freigeben. „Normdaten: Deutsche Nationalbibliothek kündigt Umstellung auf CC0 an“ weiterlesen

Schwerpunkt 2011: CC und Open Data

Seit Entstehung der CC-Lizenzen 2001/2002 gab es immer wieder Diskussionen über die Frage, ob sie nun für Daten taugen oder nicht. Mit dem zunehmenden Gewicht von freien Datenprojekten wie OpenStreetMap ist diese Frage immer bedeutsamer geworden, wurde aber nie so richtig beantwortet. Mit einem „Topic Report“ für die europäische ePSI-Plattform und einer Reihe von News-Posts zu CC und Daten wird das nun anders. „Schwerpunkt 2011: CC und Open Data“ weiterlesen

DDC Deutsch unter CC freigegeben

Ganz im Sinne von Open Science wird seit kurzem eine der wichtigsten Ressourcen des Bibliothekswesens mittels CC-Lizenz ein Stück weit befreit:

Die „Dewey-Dezimalklassifikation“ (DDC) dient seit dem 19. Jahrhundert, vor allem im englischsprachigen Raum, zur inhaltlichen Erschließung von Texten und gibt in amerikanischen Bibliotheken auch häufig die Regalsortierung vor. Die deutsche Übersetzung der DDC wird über die Verwendung durch die Deutsche Nationalbibliothek immer mehr zum Standard auch für die hiesige Bibliothekslandschaft. Sie ist nun allgemein unter CC-BY-NC-ND 3.0 unported verfügbar. Das zielt darauf ab, mehr Institutionen direkten Zugriff auf alle Ebenen der DDC zu gewähren. In der Pressemitteilung der DNB heißt es dazu:

Die deutsche Fassung der DDC in MelvilSearch kann ab sofort für nicht-kommerzielle Zwecke frei genutzt und weitergegeben werden unter der Voraussetzung, dass OCLC als Rechteinhaber genannt und die Daten nicht inhaltlich bearbeitet oder verändert werden. Damit wird es zum Beispiel erstmals möglich, uneingeschränkt Notationen und Klassenbenennungen gemeinsam – auch in eigenen (Web-)Anwendungen – anzuzeigen.

Bisher war dies lediglich für die ersten drei Ebenen der DDC möglich. Das bedeutete, dass ohne Lizenz nur die obersten 1000 Klassen vollständig nutzbar waren. Je genauer aber klassifiziert werden soll, desto mehr Unterklassen werden gebraucht (was dann letztlich lange Zahlenreihen ergibt, die durch Punkte unterbrochen sind und daher ein wenig an IP-Adressen erinnern).

Dr. Heidrun Alex von der DNB teilte uns dazu weiter mit:

Ab der 4. Ebene war es nur möglich, entweder die Notation oder die Klassenbenennung anzuzeigen. Diese Einschränkung galt generell, also unabhängig davon, ob die Institution, die die DDC nutzt, kommerziell oder nicht kommerziell ist. Sie gilt auch weiterhin für die englische Ausgabe und für alle Übersetzungen, außer für die deutsche. Mit dem neuen Lizenzvertrag für die DDC Deutsch wird diese Einschränkung erstmals aufgehoben (und auf längere Sicht sind weitere Schritte zu erwarten!). Bei den nicht-kommerziellen Nutzern ist vorrangig an Kultur-, Forschungs- und Bildungseinrichtungen gedacht. Als Beispiel sind die ViFas im Rahmen von vascoda zu nennen.

Weitere Informationen zu Klassifikationen gibt es natürlich auch in der Wikipedia.