Das Bündnis Freie Bildung bezieht Position

Bündnis Freie Bildung - PositionspapierVor etwas über einem Jahr haben Wikimedia Deutschland, die Open Knowledge Foundation Deutschland und CC DE das “Bündnis Freie Bildung” auf die Schiene gesetzt. Inzwischen sind mit Serlo.org, der Free Software Foundation Europe und der Technologiestiftung Berlin weitere starke Partner hinzugekommen. Das Bündnis will erreichen, dass die Argumente für den Einsatz frei nutzbarer Bildungsmaterialien (weltweit bekannt als Open Educational Resources, OER) auf der politischen Ebene in Deutschland eine stärkere Stimme erhalten. Den Verantwortlichen in Staats- und Senatskanzleien soll ebenso wie den Mitgliedern der Parlamente deutlich gemacht werden, welche Möglichkeiten in OER stecken und was politisch, rechtlich und organisatorisch notwendig ist, um möglichst viel davon Wirklichkeit werden zu lassen. Heute stellt das Bündnis sein zentrales Positionspapier „Der Weg zur Stärkung freier Bildungsmaterialien“ der Öffentlichkeit vor. Es wird über die Zeit nach Bedarf verändert und fortgeschrieben werden und zeigt die Standpunkte auf, von denen sich das Bündnis leiten lässt. Wir hoffen auf rege Debatten rund um diese Standpunkte und darüber hinaus, nicht nur mit Politikern.

CC-Workshop bei #OERde13 – ein vorsichtiger Schritt in die politische Arena

(crosspost vom WMDE-Blog)

#OERde13 LogoCC-Lizenzen als rechtliche Werkzeuge zur Freigabe von Inhalten sind aus den freien Bildungsressourcen genauso wenig wegzudenken wie die GNU Public License und ihre Verwandten aus dem Betriebssystem Linux. Zugleich hat sich Creative Commons als Organisation und Netzwerk von Aktivisten stets vor allem in der Rolle eines Hintergrunddienstleisters verstanden, der zwar möglichst gute Werkzeuge bereitstellt, ansonsten aber möglichst weitgehende Neutralität wahrt. CC-Lizenzen sollten ein „Hack“ für diejenigen sein, die sich eine andere (Copyright-)Politik wünschen, es aber leid sind, auf deren Kommen zu warten. So gesehen steckt im ganzen Ansatz, per Lizenzen andere, bessere Regeln zu schaffen eine fast ausdrückliche Verneinung der Sinnhaftigkeit des ganzen Politikbetriebs, soweit der sich mit dem Urheberrecht befasst. Das ändert sich gerade. „CC-Workshop bei #OERde13 – ein vorsichtiger Schritt in die politische Arena“ weiterlesen

Enquete-Kommission zum Mitmachen

(C) Christian Scholz, CC BY

Nach einigem Hin-und-Her hat es doch noch geklappt: Die schon zum Start der „Internet-Enquete“ des Bundestages angekündigte Einbeziehung aller Netzbürger als sogenannter 18. Sachverständiger ist Wirklichkeit geworden, in Form einer Webplattform unter http://enquetebeteiligung.de/ auf Basis von Adhocracy. Sie wurde vom Bundestag in Kooperation mit dem Liquid Democracy e.V. realisiert und ihre Inhalte stehen durchweg unter CC BY 3.0 de. Das System bietet nach Registrierung die Möglichkeit, eigene Vorschläge einzureichen, Kommentare abzugeben und über bestehende Vorschläge abzustimmen. „Enquete-Kommission zum Mitmachen“ weiterlesen

SGAE setzt EXGAE juristisches Ultimatum

Das spanische Pendant zur GEMA, die „Sociedad General de Autores y Editores“ (kurz SGAE) hat ihre Anwaltskanzlei Lehmann & Cabaleiro ein Schreiben an die Initiative EXGAE schicken lassen, in dem die EXGAE offenbar aufgefordert wird, sich binnen 7 Tagen aufzulösen. Anderenfalls werde man ohne weitere Vorwarnung wettbewerbsrechtlich und wegen Verletzung der Markenrechte der SGAE gegen die EXGAE vorgehen und auf Schadensersatz klagen.

Leider ist noch keine englische Übersetzung des Schreibens erstellt. Falls also jemand des Rechts-Spanischen so mächtig ist, es zu übersetzen, dann wäre das hilfreich.

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Hört hört: Das Public-Domain-Manifest ist da

Aus der Arbeit des EU-Netzwerks COMMUNIA ist gerade das Public Domain Manifesto hervorgegangen. Es ist seit dieser Woche online und will die Wichtigkeit und Verletzlichkeit der wachsenden kulturellen Allmende unterstreichen und den Verantwortlichen vor allem in der Politik aufzeigen, was zum Schutz dieser Gemeingüter zu tun ist. Zu den aus den verschiedensten Ländern stammenden Erstunterzeichnern zählen Lawrence Lessig, Bernt Hugenholtz, Ronaldo Lemos und James Boyle. Binnen weniger Tage sind bereits Übersetzungen in mehr als ein Dutzend Sprachen angefertigt worden, auch eine ins Deutsche von Christian Hufgard und Klaas Schmidt.