Creative Commons startet Catalyst Grants Program

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Speziell für kleinere Projekte und Einzelpersonen hat Creative Commons ab sofort ein Förderprogramm parat, die so genannten „Catalyst Grants„. Es handelt sich dabei um Beträge zwischen 1.000 und 10.000 $ (Gesamtsumme 100.000 $), die zur Unterstützung von Forschungsarbeiten, Kunstprojekten und Aktionen rund um freies Wissen und freie Kultur oder auch zur Anschubfinanzierung entsprechender Initiativen vergeben werden sollen. Bewerbungen und auch weitere Projektvorschläge für die erste Runde können bis zum 30. Juni abgegeben werden. Fragen zum Programm können an grants@creativecommons.org gerichtet werden. Das Programm nimmt auch dezidierte Spenden entgegen, was Spender dann in der Kommentarbox des normalen CC-Spendensystems angeben können.

Freiheit für User-Ratings

Nutzerbewertungen sind in vielen Kontexten zu einem wichtigen Instrument geworden. In den rechtlichen Vorgaben sehen die Betreiber der entsprechend ausgestatteten Plattformen allerdings meistens vor, dass sie selbst alle Rechte an eingehenden Bewertungen erhalten. Abgesehen davon, dass diese Vorgehensweise manchen einfach schon von der dahinterstehenden Philosophie her stören dürfte, fördert sie erkennbar auch die Monopolbildung im Netz. Elaborierte Bewertungen gibt man aus Zeitgründen selten auf mehreren Portalen ein, und da sie nicht von anderen Anbietern übernommen werden dürfen, bleiben diejenigen Sites bei der Anzahl (und oft auch bei der Qualität) der Bewertungen führend, die eh schon die Marktführerschaft innehaben. Das zu ändern ist das Ziel von Open Critics. Es handelt sich um eine Plattform, über die Nutzerbewertungen in andere Sites eingebunden, zentral gesammelt und auf diese Weise netzweit genutzt werden können. Die Aneignung durch irgendwen wird dabei mittels der Lizenz CC-BY-ND 2.0 de verhindert.

CC Salon Berlin + Open Everything am 23. April

CC Salon Berlin und openeverything

Für alle, denen die graue Theorie alternativer Lizenzmodelle und Idealvorstellungen von offeneren Ansätzen nicht ausreicht, veranstalten wir gemeinsam mit openeverything ab jetzt regelmäßig ein kombiniertes Event aus OE Berlin Fokus und CC Salon Berlin. Der große Zulauf im Februar hat gezeigt, dass mehr denn je ein Bedarf an praktischen Beispielen und direktem Meinungsaustausch besteht. Wie immer sind alle Interessierten eingeladen, nicht nur Neues über die Erfahrungen zu hören und zu sehen, die andere mit Open Access und CC-Lizenzen gemacht haben, sondern auch eigene Projekte vorzustellen (einfach per E-Mail bescheid sagen). Man kann so auf einfache Weise mehr über die aktuellsten Entwicklungen aus der Welt der freien Lizenzen abgreifen und anschließend die anwesenden CC-Experten ausfragen und auch Anregungen loswerden. Los geht es wieder am Donnerstag, den 23. April um 19:00 im newthinking store in der Tucholskystraße 48, 10117 Berlin. Die Schwerpunktthemen sind diesmal Zusammenarbeit und Office Sharing, und es werden dazu u. a. Projekte aus Berlin und Kanada vorgestellt. Der Eintritt ist frei.

Commons im Buch: „Wem gehört die Welt?“

Nach einigem Vorlauf und großartiger Koordination durch Silke Helfrich (commonsblog), die dabei durch die Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt wurde, ist gerade das Buch „Wem gehört die Welt?“ im Oekom-Verlag erschienen. Es vereint über 30 Einzeltexte zum Thema Allgemeingüter und Umgang damit und spannt dadurch einen zumindest in deutscher Sprache bisher einmaligen Bogen über diesen sehr umfangreichen Bereich, inklusive des Versuchs einer definitorischen Annäherung an den Begriff der „Commons“. Mit dabei sind klangvolle Namen wie Yochai Benkler, David Bollier und Richard Stallman. „Commons im Buch: „Wem gehört die Welt?““ weiterlesen

Valkaama – Open Source in Reinkultur

Das kollaborative Filmprojekt „Valkaama“ nimmt es ernst mit dem Konzept offener Quellen. Im Gegensatz zu manch anderen Filmen, die zwar legal kopiert, verbreitet und gezeigt werden können, deren kreative Weiterverwendung jedoch mangels Zugriff auf die Datenquellen weder möglich noch von den Machern erlaubt ist, ist bei Valkaama sämtliches Rohmaterial online verfügbar. Remixing und Teilnahme an der Fertigstellung des Spielfilms sind ausdrücklich erwünscht. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Hendrik Behnisch, dessen Veröffentlichung für das Frühjahr 2009 vorgesehen ist, und liegt inzwischen in einer ersten Rohversion vor, die unter CC-BY-SA 3.0 Unported lizenziert ist. Initiator Tim Baumann stellte das Konzept, das auch medial einiges Echo fand, bei Open Everything in Berlin vor und kann sich inzwischen über weitere Unterstützung in Form von BitTorrent seeding freuen. Auf der dreisprachigen Webseite des Projekts gibt es neben weiteren Informationen und den Download-Links auch ein Forum, in dem u. a. über die Definition von „Open Source Film“ diskutiert werden kann.