Paper zu CC-NC-Lizenzen und Verwertungsgesellschaften

Da die EU-Mitgliedsstaaten bis April 2016 Zeit haben, die neue EU-Richtlinie zur kollektiven Rechtewahrnehmung umzusetzen, haben sich Prof. Axel Metzger und Tobias Heinemann in einer gerade erschienenen Analyse den Status Quo und die denkbaren Optionen für die Zukunft angesehen. Es geht dabei vor allem um die Vorgabe der Richtlinie, nach der Urheberinnen und Urheber zukünftig trotz Mitgliedschaft in einer Verwertungsgesellschaft (VG) nicht-kommerzielle Freigaben selbst vornehmen können sollen. Hier fragt sich, ob, wie und durch wen CC-Lizenzen mit der Einschränkung „NC“ eingesetzt werden können, um nicht-kommerzielle Nutzungen zu erlauben. „Paper zu CC-NC-Lizenzen und Verwertungsgesellschaften“ weiterlesen

Mars- und Kometenbilder der Europäischen Raumfahrtagentur ESA jetzt unter CC-IGO-Lizenzen

Hellas Chaos

15697885280_d0407ff456_zIm November 2014 hatte die Europäischen Raumfahrtagentur ESA bereits Dutzende Bilder des Kometen 67P, aufgenommen von der spektakulären Rosetta Mission, unter der Creative Commons CC BY-SA IGO-Lizenz veröffentlicht und die Beweggründe in einem ausführlichen Blogbeitrag der ESA dargelegt. „Mars- und Kometenbilder der Europäischen Raumfahrtagentur ESA jetzt unter CC-IGO-Lizenzen“ weiterlesen

Sterne, Raumschiffe und mehr (auf DLR-Bildern) jetzt unter CC-Lizenzen

Wie Marco Trovatello vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Mathias Schindler von Wikimedia Deutschland berichten, wird Bildmaterial des DLR jetzt standardmäßig unter einer der 6 CC-Lizenzen online verfügbar gemacht (jedenfalls soweit das DLR alleine die Rechte daran besitzt). „Sterne, Raumschiffe und mehr (auf DLR-Bildern) jetzt unter CC-Lizenzen“ weiterlesen

Mitreden und Fred treffen: Regelungssysteme der Zukunft

Am kommenden Dienstag, 14.12. findet eine Veranstaltung der besonderen Art statt:

In der Akademie der Wissenschaften in Berlin wird beim „Collaboratory-Abend“ von 17:30 bis 20:30 öffentlich darüber diskutiert, wie Regelungssysteme für Immaterielle Güter in der Zukunft aussehen könnten. „Mitreden und Fred treffen: Regelungssysteme der Zukunft“ weiterlesen

Die Free-Culture-Forschung zu Gast in Berlin [Update]

Noch eine Woche, dann treffen sich am 8. / 9. Oktober Forscher, Praktiker und Aktivisten in Berlin bei der diesjährigen Free Culture Research Conference. Unter dem Titel „Free Culture between Commons and Markets: Approaching the Hybrid Economy?“ werden sie über Mechanismen und Implikationen der Free Culture Bewegung sprechen und Wissen austauschen. Die Veranstalter finden:

… a unique opportunity for scholars whose work contributes to the promotion, study or criticism of a Free Culture, to engage with a multidisciplinary group of academic peers and practitioners, identify the most important research opportunities and challenges, and attempt to chart the future of Free Culture.

Das sehr kompetent besetzte Organisationskomitee hat ein umfangreiches Programm zusammengestellt, zu dem die Papers auch schon verfügbar sind. Die Bandbreite reicht von Präsentationen wie „Collaborative Authorship: From Folklore to the Wikiborg“ von Shun-Ling Chen, „Commons-based Peer Production of Physical Goods — Is There Room for a Hybrid Innovation Ecology?“ von Peter Troxler und „The role of Free Culture in the fight against corruption“ von Renata Avila Pinto über Panels wie „Government works in the public domain — All your tax-paid content are belong to us“ bis zu Lightning Talks und einer Free Culture Party am 8. Oktober ab 21:00 [Update:] im Löwenbräu am Gendarmenmarkt. Die Teilnahme ist kostenfrei möglich, allerdings muss man sich möglichst bald anmelden, um dabei sein zu können.

Die FCRC 2010 wird gemeinsam vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Freien Universität Berlin und dem Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Kooperation mit dem Communia-Netzwerk und Wikimedia Deutschland ausgerichtet und durch die Heinrich-Böll-Stiftung und die Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt.

Unter CCPL: Wikimedia-Wettbewerb zur Zedler-Medaille

[crosspost von www.antischokke.de]

Energie des Wissen - was Wissen schafft, bewegt!Neue Autoren für die Freie Enzyklopädie Wikipedia zu gewinnen und hochwertige Artikel und Bilder zu generieren, ist das Ziel des laufenden Wettbewerbes von Wikimedia Deutschland. Bereits zum vierten Mal verleiht der gemeinnützige Verein gemeinsam mit der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur und dem Verlag Spektrum der Wissenschaft die Zedler-Medaille. Gesucht und ausgezeichnet werden neue Lexikonbeiträge und Bilder aus Natur- und Geisteswissenschaften sowie zum Thema „Wissenschaftsjahr 2010 – Die Zukunft der Energie“.

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Free Culture Research Conference 2010, Berlin

In einer Kooperation der FU Berlin, des MPIfG, des Netzwerks COMMUNIA und der Heinrich-Böll-Stiftung findet am 8. und 9. Oktober 2010 in Berlin die Free Culture Research Conference (FCRC) statt.

Nach zwei ähnlich gelagerten Workshops in 2008 im japanischen Sapporo und 2009 in Harvard ist dies die dritte Zusammenkunft all derjenigen, die sich mit der Erforschung von Open Access und Free Culture beschäftigen.

Die Konferenz richtet sich interdisziplinär an alle, die sich im weiteren Sinne mit der Entwicklung freier Kultur im Netz allgemein, mit den Wirkungen und Schwächen offener Lizenzsysteme und ähnlichen Fragestellungen auseinandersetzen.

Creative Commons startet Catalyst Grants Program

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Speziell für kleinere Projekte und Einzelpersonen hat Creative Commons ab sofort ein Förderprogramm parat, die so genannten „Catalyst Grants„. Es handelt sich dabei um Beträge zwischen 1.000 und 10.000 $ (Gesamtsumme 100.000 $), die zur Unterstützung von Forschungsarbeiten, Kunstprojekten und Aktionen rund um freies Wissen und freie Kultur oder auch zur Anschubfinanzierung entsprechender Initiativen vergeben werden sollen. Bewerbungen und auch weitere Projektvorschläge für die erste Runde können bis zum 30. Juni abgegeben werden. Fragen zum Programm können an grants@creativecommons.org gerichtet werden. Das Programm nimmt auch dezidierte Spenden entgegen, was Spender dann in der Kommentarbox des normalen CC-Spendensystems angeben können.

iRights.info und HBS: Copy.Right.Now!

cover_copyrightnowGestern ist in der Reihe Schriften zu Bildung und Kultur“ der Heinrich-Böll-Stiftung unter dem Titel „Copy.Right.Now!“ eine Sammlung von Plädoyers für ein grundlegendes Umdenken im Urheberrecht erschienen. Es handelt sich dabei um das Ergebnis einer Kooperation der Stiftung mit dem Projekt iRights.info und die insgesamt 18 Beiträge und Interviews des Buches beziehen mit Lawrence Lessig, Jeanette Hofmann, Jonathan Lethem und Cory Doctorow auch Sichtweisen von jenseits des Atlantiks mit ein.

Aus der Mitteilung bei iRights.info:

Das geltende Urheberrechtsregime reibt sich zunehmend an der digitalen Alltagswirklichkeit. Während es ursprünglich als ein auf den „genialen” Schöpfer zugeschnittenes Schutzrecht gegen Missbrauch konzipiert war, verstoßen wir, ob gewollt oder unbeabsichtigt, täglich gegen bestehendes Recht. Verlustfreies Kopieren gilt den einen als Zugewinn an Freiheit, den anderen als Einschränkung von künstlerischer Verfügungsgewalt und drohender Einnahmenverlust. Ein Ende der „Copyright Wars“ erfordert ein politisches und rechtstheoretisches Neudenken.

Das Buch ist zunächst als PDF und ab 15. April dann auch gedruckt kostenlos bei der Heinrich-Böll-Stiftung erhältlich. Bestelldaten:

Schriften zu Bildung und Kultur, Band 4:
Copy.Right.Now!
Plädoyers für ein zukunftstaugliches Urheberrecht
Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung
In Zusammenarbeit mit iRights.info
Berlin, April 2010, 140 Seiten
ISBN 978-3-86928-031-8

Bestelladresse:
Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Tel. 030-285340
Fax: 030-28534109
E-mail: info@boell.de

DDC Deutsch unter CC freigegeben

Ganz im Sinne von Open Science wird seit kurzem eine der wichtigsten Ressourcen des Bibliothekswesens mittels CC-Lizenz ein Stück weit befreit:

Die „Dewey-Dezimalklassifikation“ (DDC) dient seit dem 19. Jahrhundert, vor allem im englischsprachigen Raum, zur inhaltlichen Erschließung von Texten und gibt in amerikanischen Bibliotheken auch häufig die Regalsortierung vor. Die deutsche Übersetzung der DDC wird über die Verwendung durch die Deutsche Nationalbibliothek immer mehr zum Standard auch für die hiesige Bibliothekslandschaft. Sie ist nun allgemein unter CC-BY-NC-ND 3.0 unported verfügbar. Das zielt darauf ab, mehr Institutionen direkten Zugriff auf alle Ebenen der DDC zu gewähren. In der Pressemitteilung der DNB heißt es dazu:

Die deutsche Fassung der DDC in MelvilSearch kann ab sofort für nicht-kommerzielle Zwecke frei genutzt und weitergegeben werden unter der Voraussetzung, dass OCLC als Rechteinhaber genannt und die Daten nicht inhaltlich bearbeitet oder verändert werden. Damit wird es zum Beispiel erstmals möglich, uneingeschränkt Notationen und Klassenbenennungen gemeinsam – auch in eigenen (Web-)Anwendungen – anzuzeigen.

Bisher war dies lediglich für die ersten drei Ebenen der DDC möglich. Das bedeutete, dass ohne Lizenz nur die obersten 1000 Klassen vollständig nutzbar waren. Je genauer aber klassifiziert werden soll, desto mehr Unterklassen werden gebraucht (was dann letztlich lange Zahlenreihen ergibt, die durch Punkte unterbrochen sind und daher ein wenig an IP-Adressen erinnern).

Dr. Heidrun Alex von der DNB teilte uns dazu weiter mit:

Ab der 4. Ebene war es nur möglich, entweder die Notation oder die Klassenbenennung anzuzeigen. Diese Einschränkung galt generell, also unabhängig davon, ob die Institution, die die DDC nutzt, kommerziell oder nicht kommerziell ist. Sie gilt auch weiterhin für die englische Ausgabe und für alle Übersetzungen, außer für die deutsche. Mit dem neuen Lizenzvertrag für die DDC Deutsch wird diese Einschränkung erstmals aufgehoben (und auf längere Sicht sind weitere Schritte zu erwarten!). Bei den nicht-kommerziellen Nutzern ist vorrangig an Kultur-, Forschungs- und Bildungseinrichtungen gedacht. Als Beispiel sind die ViFas im Rahmen von vascoda zu nennen.

Weitere Informationen zu Klassifikationen gibt es natürlich auch in der Wikipedia.