Hört hört: Das Public-Domain-Manifest ist da

Aus der Arbeit des EU-Netzwerks COMMUNIA ist gerade das Public Domain Manifesto hervorgegangen. Es ist seit dieser Woche online und will die Wichtigkeit und Verletzlichkeit der wachsenden kulturellen Allmende unterstreichen und den Verantwortlichen vor allem in der Politik aufzeigen, was zum Schutz dieser Gemeingüter zu tun ist. Zu den aus den verschiedensten Ländern stammenden Erstunterzeichnern zählen Lawrence Lessig, Bernt Hugenholtz, Ronaldo Lemos und James Boyle. Binnen weniger Tage sind bereits Übersetzungen in mehr als ein Dutzend Sprachen angefertigt worden, auch eine ins Deutsche von Christian Hufgard und Klaas Schmidt.

Commons im Buch: „Wem gehört die Welt?“

Nach einigem Vorlauf und großartiger Koordination durch Silke Helfrich (commonsblog), die dabei durch die Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt wurde, ist gerade das Buch „Wem gehört die Welt?“ im Oekom-Verlag erschienen. Es vereint über 30 Einzeltexte zum Thema Allgemeingüter und Umgang damit und spannt dadurch einen zumindest in deutscher Sprache bisher einmaligen Bogen über diesen sehr umfangreichen Bereich, inklusive des Versuchs einer definitorischen Annäherung an den Begriff der „Commons“. Mit dabei sind klangvolle Namen wie Yochai Benkler, David Bollier und Richard Stallman. „Commons im Buch: „Wem gehört die Welt?““ weiterlesen

Neu im Programm: CC0

Bei O’Reillys Emerging Technology Conference hat Joi Ito letzte Woche ein neues Werkzeug in der Palette von Creative Commons vorgestellt: Es nennt sich „CC0“ (sprich „CC zero“) und ersetzt grundsätzlich die manchen vielleicht bekannt gewesene „Public Domain Dedication and Certification“.

Die Idee dahinter ist, eine Möglichkeit zur völligen Aufgabe aller eigenen Schutzrechte an einem bestimmten Inhalt zu schaffen. Wie bei den 6 Kernlizenzen von CC auch, wird bei CC0 eine privatrechtliche Erklärung zur Lockerung des gesetzlichen Standardschutzes genutzt. Im Fall von CC0 wird der Schutz auf Null gebracht und dadurch vorzeitig der Zustand hergestellt, der eintritt, wenn der gesetzliche Schutz durch Zeitablauf ausläuft.  „Neu im Programm: CC0“ weiterlesen

Science Commons in 120 Sekunden

Das Creative Commons Seitenprojekt Science Commons hat sich die Aufgabe gesetzt, offenen Lizenzen für den wissenschaftlichen Betrieb zu entwickeln und zu promoten. Dieses Video erklärt in 120 Sekunden, was die Idee ist und warum eine solche Initiative wichtig und notwendig ist:

Das Video wurde von Jesse Dylan produziert, dem Regisseur von Obama’s „Yes we can“. Bei Science Commons erklärt Dylan seine Beweggründe dafür:

“I believe Science Commons represents the true aspiration of the web, and I wanted to tell their story,” Dylan said. “They’ve changed the way we think about exploration and discovery; the important and innovative ideas need to be shared. I believe it’s vital to revolutionizing science in the future. I hope this is just the beginning of our collaboration.”

SZ-Artikel: „Wissen kann kein Eigentum sein“

In der Süddeutschen hat Prof. Rainer Kuhlen, Informationswissenschaftler von der Uni-Konstanz, am 25. August unter dem Titel „Wissen kann kein Eigentum sein – Warum gibt es noch eine exklusive kommerzielle Verwertung von wissenschaftlichen Werken, die mit öffentlichen Mitteln hergestellt wurden?“ einen streitbaren Artikel zur Problematik des häufig monopolisierten Zugangs zu wissenschaftlichen Werken veröffentlicht [ODT] [PDF]. Als Mitinitiator des Aktionsbündnisses „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ hat er bereits langwierige Lobby-Schlachten rund um die so genannten Körbe 1 und 2 zum Urheberrechtsgesetz durchgefochten und weiß daher besser als die meisten anderen, wie es steht um Open Access in der deutschen und europäischen Wissenschaftslandschaft.

wissenschaftliche Beiträge willkommen

Egal ob Studien- oder Diplomarbeit, Bachelor-Thesis oder Seminarbeitrag, CC-Deutschland sucht wissenschaftliche Beiträge, die sich mit freien Lizenzen und Open Access allgemein oder sogar mit Creative Commons speziell beschäftigen. Aufgerufen sind nicht nur Juristen, sondern gerade auch andere Disziplinen wie Informations- und Kulturwissenschaften.

Wer also selber eine entsprechende Arbeit verfasst oder von solchen Arbeiten anderer gehört hat, kann uns das mitteilen. Es wird demnächst dann hier auf der Seite einen eigenen Bereich geben, in dem die Arbeiten präsentiert werden.